Aktuelle Meldungen zur Kampfmittelräumung

Update 16.45 Uhr: Beide Bomben wurden erfolgreich entschärft. Damit können alle Bewohnerinnen und Bewohner wieder zurück in ihre Häuser. Die Evakuierung ist aufgehoben!

Danke für die Geduld und Kooperation!

Update 15.15 Uhr: Die Evakuierung ist abgeschlossen. Die Entschärfung beginnt ab sofort. Zur Dauer der Entschärfung können aktuell noch keine Angaben gemacht werden. 

Update 13.17 Uhr: Zweiter Bombenfund wurde bestätigt! Die Evakuierung läuft weiter! 

Update 11.45 Uhr: Bei einem Verdachtspunkt wurde eine Bombe bestätigt. Die Evakuierung startet um 12.15 Uhr! Entsprechende Warnungen über Lautsprecherdurchsagen, Warn-Apps, etc. gehen gleich raus. Bitte verlassen Sie zügig den Bereich. Vielen Dank für Ihre Kooperation!

Update 10.30 Uhr: Der Kampfmittelverdacht auf der Fläche Ringstraße/ Mastholter Straße hat sich nicht bestätigt. Somit liegt an einem der insgesamt drei Verdachtspunkte kein Bombenfund vor! Ursächlich für die Einschätzung, dass es sich bei der Fläche an der Ringstraße um einen Verdachtspunkt handelt, war ein Mauerwerk mit einem Stahlbetonfundament, das aktuell im Rahmen der Bodenabtragung zur Vorbereitung einer möglichen Entschärfung freigelegt worden war.

Wichtig: Der vorgesehene Ablaufplan inklusive der Evakuierungsvorbereitung bleibt aufgrund der räumlichen Nähe der Fläche an der Ringstraße zu den beiden anderen Verdachtspunkten unverändert.

Kampfmittelverdachtspunkte in Lipperbruch

Hier finden Sie Informationen zu den Kampfmittelverdachtspunkten in Lipperbruch. Diese werden laufend aktualisiert.

FAQ:

Wo liegen die Kampfmittelverdachtspunkte in Lipperbruch – und in welcher Tiefe?

Die drei Verdachtspunkte liegen in der Ringstraße und im Försterweg in unterschiedlichen Tiefen. Der tiefste Punkt befindet sich nach aktuellem Kenntnisstand in etwa fünf bis sechs Metern Tiefe.

Wie wurden die Blindgänger entdeckt?

Im Zuge geplanter Baumaßnahmen in Lipperbruch wurden drei Kampfmittelverdachtspunkte näher untersucht. Durch Luftbildauswertungen sowie anschließende Sondierungen besteht mit hoher Wahrscheinlichkeit der Verdacht auf Fliegerbomben aus dem Zweiten Weltkrieg.

Um welche Bomben handelt es sich genau?

Konkrete Erkenntnisse liegen derzeit noch nicht vor. Erst im Zuge der Freilegung kann festgestellt werden, ob und welche Kampfmittel beziehungsweise Bomben tatsächlich vorhanden sind.

Wann beginnt die Evakuierung?

Eine Evakuierung beginnt erst dann, wenn der Kampfmittelbeseitigungsdienst (KBD) nach der Freilegung der Verdachtspunkte feststellt, dass Kampfmittel vorhanden sind. Das wird im Laufe des 20.05.2026 (vormittags) voraussichtlich der Fall sein.

Wer koordiniert die Maßnahmen?

Es handelt sich um eine Ordnungsamtslage, die gemeinsam mit zahlreichen Einsatzkräften von Feuerwehr und Polizei durchgeführt wird.

Wie viele Menschen sind betroffen?

Von einer möglichen Evakuierung wären etwa 2.100 Personen betroffen.

Bis wann müssen alle Menschen den Sperrbereich verlassen haben?

Sobald eine Evakuierung angeordnet wird, beginnt diese unmittelbar. Für die Durchführung werden etwa zwei bis drei Stunden eingeplant. 

 

Welche Straßen und Bereiche sind betroffen?

Die betroffenen Bereiche sind in der veröffentlichten Karte zum Sperrgebiet dargestellt. Die Straßensperrungen gelten voraussichtlich ab 11 Uhr.

Wann beginnt die eigentliche Entschärfung?

Die Entschärfung beginnt unmittelbar nach Abschluss der Evakuierung. Der genaue Zeitpunkt ergibt sich erst nach der Einschätzung des KBD am Einsatztag.

Wie lange dauert der Einsatz?

Die Dauer des Einsatzes kann derzeit nicht abgeschätzt werden, da noch nicht feststeht, ob und welche Art von Kampfmittel im Boden liegt.

Wann können Anwohner wieder in ihre Wohnungen zurück?

Das hängt vom Verlauf des Einsatzes und der Arbeit des Kampfmittelbeseitigungsdienstes ab. Eine Rückkehr ist erst möglich, wenn der Gefahrenbereich freigegeben wurde.

Was passiert, wenn ein Blindgänger nicht entschärft werden kann?

Sollte eine Entschärfung nicht möglich sein, werden gemeinsam mit dem KBD alternative Maßnahmen geprüft. Gegebenenfalls kann eine kontrollierte Sprengung erforderlich werden.

Welche Einrichtungen sind betroffen?

Betroffen sind:

  • eine Kita
  • eine Grundschule
  • ein Gymnasium
  • eine Altenpflegeeinrichtung

Fällt Unterricht oder Betreuung aus?

Die betroffenen Schulen planen Distanzunterricht.

Sind Behörden in Lipperbruch geöffnet?

Die Kfz-Zulassungsstelle in Lipperbruch ist am Mittwoch, 20. Mai, nur eingeschränkt erreichbar. Ein regulärer Dienstbetrieb kann nicht gewährleistet werden. Bürgerinnen und Bürgern wird empfohlen, Termine in der Zulassungsstelle Soest wahrzunehmen oder auf einen anderen Tag auszuweichen.

Fahrzeuge können außerdem online über das i-Kfz-Portal an-, ab- oder umgemeldet werden.

Die Außenstelle des Kreisgesundheitsamtes in Lipperbruch bietet an diesem Tag keine Vor-Ort-Termine an. Bereits vereinbarte Termine wurden verschoben. Die Mitarbeitenden bleiben jedoch telefonisch und per E-Mail erreichbar.

Gibt es Einschränkungen im Busverkehr?

Ja. Betroffen sind die Buslinien 80 und C4.

Nach Angaben der RLG kann es am 20.05.2026 zwischen 04:00 Uhr und 23:55 Uhr zum Ausfall aller Haltestellen in Lipperbruch kommen – mit Ausnahme der Haltestelle „Freiberger Straße“.

Werden Umleitungen eingerichtet?

Die Verkehrsmaßnahmen und Umleitungen richten sich nach dem Verlauf der Sperrungen am Einsatztag.

Wie wurden die Anwohner informiert?

Alle potenziell betroffenen Haushalte haben Ende April ein Informationsschreiben der Stadt Lippstadt erhalten.

Wird die Warn-App NINA eingesetzt?

Ja. Im Falle einer Evakuierung wird die Warn-App NINA genutzt.

Gibt es Lautsprecherdurchsagen?

Ja. Parallel zur persönlichen Information durch Einsatzkräfte werden Fahrzeuge der Feuerwehr mit Lautsprecherdurchsagen durch das Gebiet fahren.

Wo gibt es aktuelle Informationen am Einsatztag?

Aktuelle Informationen veröffentlicht die Stadt Lippstadt über:

  • die Internetseite der Stadt
  • Social-Media-Kanäle
  • die Warn-App NINA
  • Cell Broadcast
  • lokale Medien
  • das Infotelefon unter 02941 980 666

Wo können Betroffene während der Evakuierung unterkommen?

Als zentrale Anlaufstelle steht die Schützenhalle Lipperode zur Verfügung. Die Betreuung vor Ort übernimmt die Feuerwehr gemeinsam mit Hilfsorganisationen des Kreises Soest.

Ab wann ist die Anlaufstelle geöffnet?

Die Anlaufstelle öffnet mit Beginn der Evakuierung und bleibt – falls erforderlich – bis in die Abendstunden geöffnet.

Gibt es dort Übernachtungsmöglichkeiten?

Nein. Betten oder Übernachtungsmöglichkeiten sind dort nicht vorgesehen.

Müssen sich Betroffene vorher anmelden?

Nein, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Können Haustiere mitgebracht werden?

Ja. Falls keine andere Unterbringungsmöglichkeit besteht, können Haustiere vorübergehend mitgebracht werden.

Gibt es Verpflegung?

Ja. Vor Ort werden Getränke und Snacks angeboten.

Was sollten Betroffene mitnehmen?

Empfohlen wird die Mitnahme von:

  • wichtigen Dokumenten
  • Medikamenten
  • wichtigen persönlichen Gegenständen
  • Bargeld oder digitalen Zahlungsmitteln

Was gilt für bettlägerige oder pflegebedürftige Menschen?

Menschen mit besonderem Hilfebedarf konnten sich vorab bei der Stadt melden. Dort wird Unterstützung bei Unterkunft und Transport organisiert.

Gibt es einen Fahrdienst?

Ja. Die RLG richtet einen Bus-Shuttle zur Schützenhalle Lipperode ein.

Abfahrtsstellen:

  • Mastholter Straße / Lippischer Bruch
  • Ostlandstraße (Parkplatz Netto)
  • Richthofenstraße / Mastholter Straße

Der Shuttleverkehr steht während der Öffnungszeiten der Anlaufstelle zur Verfügung.

Wie wird kontrolliert, ob Wohnungen geräumt sind?

Vor der Evakuierung informiert die Feuerwehr per Lautsprecherdurchsage. Zusätzlich werden alle betroffenen Häuser und Wohnungen durch Einsatzkräfte von Ordnungsamt, Feuerwehr und Polizei aufgesucht.

Was passiert, wenn jemand die Wohnung nicht verlassen will?

Da es sich um eine Gefahrenabwehrmaßnahme handelt, können Personen im Zweifel mit Unterstützung der Polizei aus dem Gefahrenbereich begleitet werden.

Wie viele Einsatzkräfte sind im Einsatz?

Mindestens 150 Einsatzkräfte von Ordnungsamt, Feuerwehr, Polizei und weiteren Hilfsorganisationen sind beteiligt.

Was sollten Gewerbetreibende beachten?

Die Gewerbetreibenden im Sperrgebiet wurden über die geplanten Maßnahmen und möglichen Einschränkungen informiert, damit betriebliche Abläufe entsprechend angepasst werden können.

Müssen Geschäfte schließen?

Ob einzelne Geschäfte schließen müssen, hängt vom konkreten Verlauf der Evakuierung und den Sicherheitsmaßnahmen am Einsatztag ab.

Evakuierungsbereich

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Kampfmittelräumung - Das sollten Sie wissen

Symbolbild Kampmittelräumung: Bombe

Noch heute werden in Lippstadt und in vielen anderen Städten Kampfmittel aus beiden Weltkriegen entdeckt. Solche Funde können große Schäden anrichten, da oftmals die Sicherheitseinrichtungen durch Korrosion nicht mehr funktionieren, wogegen die Sprengstofffüllungen zumeist zeitlich unbeschränkt funktionsfähig sind. Das Ordnungsamt der Stadt Lippstadt ist auch zuständig für den Schutz der Bevölkerung vor Gefahren, die von Kampfmitteln ausgehen. Dabei wird es durch den Kampfmittelbeseitigungsdienst Westfalen-Lippe (KBD-WL) mit seiner Fachkenntnis und seiner Spezialausstattung unterstützt. Er sucht, räumt und vernichtet nicht detonierte Kampfmittel.

Falls Sie Gegenstände finden, bei denen es sich um Kampfmittel handeln könnte, sollten Sie folgende Verhaltensregeln beachten:

  • Berühren Sie die Kampfmittel nicht! Falls es versehentlich angehoben wurde, so ist es vorsichtig wieder abzulegen. Wurde das Kampfmittel durch eine Maschine oder ein Fahrzeug erfasst, so ist die Maschine unverzüglich abzustellen und in der jeweiligen Lage zu belassen.
  • Erschütterungen sollten vermieden werden.
  • Unbefugte dürfen den Fundort nicht betreten. Die Fundstelle muss dementsprechend gekennzeichnet werden.
  • Informieren Sie umgehend das Ordnungsamt der Stadt Lippstadt oder die Polizei Lippstadt über Ihren Fund.

 

Überprüfung von Bauflächen oder Baugruben auf Kampfmittel

Um Gefahren zu vermeiden, ist es sinnvoll, Baustellen in gefährdeten Bereichen frühzeitig vor Baubeginn zu überprüfen. Ob dies für Ihr persönliches Bauverfahren nötig ist, können Sie den Hinweisen Ihrer Baugenehmigung entnehmen.

  • Bitte melden Sie mindestens zwei Wochen vor Baubeginn die Maßnahme zur Kampfmittelüberprüfung an.
  • Eine Prüfung von Grundstücken auf Kampfmittel führt der Kampfmittelbeseitigungsdienst nur auf Antrag der Stadt Lippstadt durch.
  • Befindet sich Ihr Bauvorhaben in einem ehemaligen Bombenabwurfgebiet oder im ehemaligen Hauptkampfgebiet des Zweiten Weltkriegs ist ggf. das Absuchen der Freiflächen oder Bauflächen und Baugruben mit einer Oberflächensondierung erforderlich.
  • Im Einzelfall können darüber hinaus auch noch weiter gehende Maßnahmen der Kampfmittelüberprüfung wie Testsondierungen oder Sondierungsbohrungen erforderlich werden.

Bitte bedenken Sie, dass es bei der Durchführung von Kampfmittelbeseitigungsmaßnahmen im Einzelfall zu erheblichen Vorlaufzeiten kommen kann, sodass eine frühzeitige Kontaktaufnahme zum Ordnungsamt sinnvoll ist.

Eine Sondierung des Grundstücks ist kostenfrei, soweit das Erfordernis der Überprüfung durch den Kampfmittelbeseitigungsdienst der Bezirksregierung zuvor festgestellt wurde.

Ausgenommen von der Kostenfreiheit sind ehemalige bundeseigene Liegenschaften.

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