Integrierte energetische Quartierssanierung: Pappelallee Vorreiter

Ein Beispielprojekt für die Maßnahmen der Stadt Lippstadt im Rahmen des EEA-Prozesses ist die energetische Quartierssanierung des Quartiers „Pappelallee“.  Über einen integrierten Ansatz soll die Wohnqualität - sowohl in energetischer als auch in städteplanerischer Hinsicht -  gesichert und verbessert werden. Ziele des Konzeptes sind daher die Erzielung von Energieeinsparungen im Gebäudebereich durch Sanierungsmaßnahmen und die Verbesserung des Wohnumfeldes.

Für die Umsetzung sind die Bürger gefragt: Mit Umfragen und Workshops sind Ideen für die Umsetzungsphase des Quartierskonzeptes zur Steigerung der Energieeffizienz und Wohnattraktivität im Quartier und der Senkung der CO2-Emissionen gesammelt worden. Im Oktober 2015 wurden zwei Bürgerwerkstätten mit den folgenden Themen durchgeführt: „Zukunft Wohnen“ – Wie saniere ich mein Haus? (1.10.2015) und „Zukunft Leben“ (29.10.2015) mit dem Schwerpunkt auf dem Wohnumfeld und dem öffentlichen Raum. Ergänzend dazu wurden die 1.348 Eigentümer des Quartiers über einen Fragebogen zum energetischen Zustand ihres Gebäudes befragt. Die Ergebnisse des Prozesses mündeten in einem  Maßnahmenkatalog für das Quartier Pappelallee:

Unter anderen sollen nach und nach Gebäudesteckbriefe entstehen, die das Sanierungspotenzial darstellen. Für 2018 sind Bürgersolaranlagen auf öffentlichen Gebäuden im Quartier geplant. Ein Arbeitskreis für die energetische Sanierung des Quartiers soll entstehen und Energieberatungen im „Treff am Park“ stattfinden. Auch WLAN-Hotspots und mehr Sitzgelegenheiten in den Außenbereichen sind Teil des Konzeptes. Dazu kommen Lademöglichkeiten für E-Fahrzeuge, die Organisation von Mitfahrgelegenheiten und ein Wettbewerb zur Gestaltung der Garagenhöfe im Quartier. Bereits 2016 umgesetzt wurde die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED. Alle Maßnahmen im Rahmen des Quartierskonzeptes „Pappelallee“ finden Sie hier.

Die Stimmung im Quartier ist positiv: Über 50 Prozent der aus der Eigentümerbefragung antwortenden Personen haben ihre Mitwirkungsbereitschaft bei der Umsetzung von Maßnahmen am eigenen Gebäude signalisiert.

Bis 2030 sollen auf diese Weise beispielsweise der Anteil erneuerbarer Energien an der Strom- und Wasserversorgung im Quartier erhöht werden. Weitere Ziele sind eine Steigerung der Sanierungsrate auf zwei Prozent im Jahr und die Senkung der gesamten CO2-Emissionen im Quartier um 30 Prozent bis 2030 gegenüber 2014.

Ihre Ansprechperson


Beate Gramckow

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