Studierende der Hochschule Hamm-Lippstadt erstellen Marketing-Analyse für den SKM e.V.

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Der SKM – Sozialdienst Katholischer Männer e.V. wandte sich im Herbst letzten Jahres mit einer Projektanfrage an die Wirtschaftsförderung Lippstadt (WFL). Die Kernaufgabe lautete: Wir möchten mehr über die Bekanntheit des SKM in Lippstadt erfahren und diese vor allem in jüngeren Zielgruppen erweitern.
Die WFL vermittelte das Thema an BWL-Masterstudierende der Hochschule Hamm-Lippstadt, die unter Leitung von Prof.in Dr.in Jessica Stemann ein Projekt entwickelten. Die Studierenden definierten - nach einem Gespräch mit der Geschäftsführung des SKM, Gabriele Leifels, und der Verantwortlichen für Öffentlichkeitsarbeit, Bettina Kertscher, ihre Aufgabe folgendermaßen: „Wie kann man die Bekanntheit des SKM in Lippstadt steigern, insbesondere bei jüngeren Menschen und den SKM in die nächsten 100 Jahre führen?“
Als Zielgruppe der Befragung wurden Menschen definiert, die entweder in Lippstadt wohnen, dort arbeiten oder studieren oder aus anderen Gründen sich öfter hier aufhalten.
In der zweiten Novemberhälfte des vergangenen Jahres wurden online 393 verwertbare Befragungen erarbeitet. Fast 2/3 der Befragten kamen aus Lippstadt und direkt angrenzenden Städten. Die größte Gruppe der Befragten (170) war im Alter von 20-29 Jahren, also genau aus der angestrebten Zielgruppe. 41 Personen gaben die Altersgruppe 30-39, 54 den Bereich 40-49 an. 141 Studierende und 119 Arbeitnehmende nahmen an der Befragung teil.
Um zunächst Erkenntnisse über das Thema soziales Engagement allgemein zu erlangen, wurden einige grundsätzliche Daten erhoben: Mehr als ein Drittel der Befragten ist bereits sozial engagiert. 45 % derer, die aktuell kein soziales Ehrenamt ausüben, können sich vorstellen, dies in Zukunft zu tun. Als Hauptmotiv für soziales Engagement wurde angegeben, dass man Menschen unterstützen und etwas Gutes für die Gesellschaft/ Gemeinschaft tun und/oder eigene Erfahrungen und Kompetenzen einbringen wolle. Den Befragten waren vor allem eine transparente Organisation und die flexible Einteilung der Arbeit in einem Verein wichtig.
Im Anschluss folgten Fragen zum SKM wie beispielsweise: „Kennen Sie den Sozialdienst Katholischer Männer e. V. Lippstadt (SKM)?“ Hier gab es 358 Antworten, wobei in der Altersgruppe 20-29 die meisten Personen den SKM nicht kannten (134). Von Menschen, die den SKM kennen, wurde dessen Image gut bewertet. In allen Altersgruppen ist die Bereitschaft zur Spende höher als die Bereitschaft zur Mitgliedschaft im Verein. Wenn eine Mitarbeit im SKM abgelehnt wurde, lag dies u.a. an der Bezeichnung des SKM „katholisch“ und der Beschränkung auf „Männer“ oder es wurde Zeitmangel als Grund genannt.
Nach den Erkenntnissen der Studierenden werden Jugendliche und junge Erwachsene mit der Kommunikation des Vereins nicht ausreichend erreicht.
Den Abschluss der Projektarbeit bildeten ausführlich ausgearbeitete Handlungsempfehlungen der Studierenden. So sollte vor allem die Bekanntheit des SKM mit Hilfe von social media erhöht werden. Die in der Einrichtung gelebte Diversität sollte deutlich in das Leitbild integriert und kommuniziert werden. Das Thema „Soziales Engagement“ sollte in den Mittelpunkt des Marketings gestellt werden und unterschiedlichste gesellschaftliche Kooperationen geschaffen bzw. gestärkt werden. Ehrenamtliche Tätigkeiten sollten als Ausgleich zu Beruf und Studium beworben werden, quasi als sinnstiftendes Hobby.
Im Anschluss an die Ergebnispräsentation, die online stattfinden musste, waren sowohl die Vertreterinnen des SKM als auch Josie Olk, die das Projekt von Seiten der Wirtschaftsförderung begleitet hat, sehr beeindruckt von der Qualität der Arbeit der Studierenden und der Verwertbarkeit der Ergebnisse. Gabriele Leifels war sich sicher, dass einige der Handlungsempfehlungen sehr zeitnah umgesetzt werden. „Wir werden da gleich loslegen und sind sehr dankbar für die Ergebnisse, die die Studierenden uns geliefert haben“, betonte sie.

Digitale Abschlusspräsentation für den SKM