Corona-Modellprojekte können noch nicht starten - 7-Tage-Inzidenz für den Kreis Soest hat 100er-Marke überschritten

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Lippstadt. Die Projekte zur Öffnung der Außengastronomie, die in Lippstadt und Soest im Rahmen der Corona-Modellkommune in der kommenden Woche beginnen sollten, müssen verschoben werden. Der 7-Tage-Inzidenzwert des Landeszentrums Gesundheit NRW (LZG) liegt für den Kreis Soest aktuell bei 103,7. Voraussetzung für den Start der Modellprojekte ist eine kreisweite Inzidenz von unter 100.

 

Mit einer niedrigeren Inzidenz hätten die Projekte in den Kommunen grundsätzlich ab kommenden Montag, 19.4.2021, starten können. Vor dem Hintergrund der umfangreichen Vorbereitungen und Abstimmungen hatten allerdings sowohl Lippstadt als auch Soest den Start der Projekte erst für Donnerstag, 22.4.2021, vorgesehen.

 

Dass die Modellprojekte jetzt vorerst nicht an den Start gehen können, bedauern die beteiligten Partner von Kreis Soest, Stadt Soest und Stadt Lippstadt. „Wir haben in den vergangenen Tagen gemeinsam mit zahlreichen Beteiligten und viel Engagement und Herzblut an der Umsetzung der Modellprojekte gearbeitet und hätten natürlich gern diesen positiven Schwung mitgenommen, um in der kommenden Woche zu beginnen“, erklären Landrätin Eva Irrgang und die beiden Bürgermeister Arne Moritz und Dr. Eckhardt Ruthemeyer. Mit der Auswahl als Modellkommunen habe man eine Perspektive bekommen und insbesondere die Gastronomie einen Hoffnungsschimmer gesehen. „Das haben wir natürlich auch so von vielen Gastronomiebetreibern gespiegelt bekommen.“  

 

Allerdings ist den drei Verwaltungsleitungen auch klar, dass die Entscheidung, die Modellprojekte zu verschieben, alternativlos ist. „Schon bevor die aktuellen Werte des LZG vorlagen, haben wir die Entwicklung der Zahlen mit einer gewissen Sorge beobachtet“, so Irrgang, Moritz und Ruthemeyer weiter. Insbesondere in Lippstadt und Soest waren die Inzidenzwerte in den vergangenen Tagen kontinuierlich angestiegen. „Wir haben mit den Modellprojekten eine sehr große Chance, aber auch eine sehr große Verantwortung. Für uns alle war von Anfang an klar, dass wir nur dann starten können, wenn das Infektionsgeschehen es zulässt und das Projekt sicher durchgeführt werden kann“. Darin sei man sich auch mit den beteiligten Gastronomen einig gewesen.

 

Wann die Modellprojekte tatsächlich beginnen können, hängt von der Entwicklung der Inzidenzwerte ab. Auf keinen Fall sei die bisher geleistete Arbeit umsonst gewesen. „Wir werden zu einem späteren Zeitpunkt die Chance bekommen, unsere Projekte umzusetzen und die Zeit bis dahin werden wir nutzen, um die Projekte inhaltlich noch weiter zu entwickeln, um dann direkt startklar zu sein, wenn es die Inzidenzen zulassen“, so Irrgang, Ruthemeyer und Moritz.