Landesmittel für öffentliche Musikschulen steigen - Freude über Landesoffensive auch an der Conrad-Hansen-Musikschule

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Lippstadt. Große Freude an der Lippstädter Conrad-Hansen-Musikschule: Auf der Mitgliederversammlung des Landesverbands der Musikschulen (LVdM NRW) gab die Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW, Isabel Pfeiffer-Poensgen, jetzt die Verdreifachung der Mittel für die öffentlichen Musikschulen in NRW bekannt. Bis 2022 stehen den Musikschulen im Rahmen der Stärkungsinitiative Kultur sieben Millionen Euro mehr als noch 2018 zu Verfügung. Das Land wird nun gemeinsam mit dem Landesverband und den kommunalen Spitzenverbänden die effiziente und passgenaue Verteilung der Mittel in Angriff nehmen.

 

Michael Ressel, Leiter der Conrad-Hansen-Musikschule, ist Mitglied im Vorstand des Landesverbandes der Musikschulen. In seiner Funktion als Sprecher der Musikschulen im Regierungsbezirk Arnsberg freut er sich über die Entscheidung des Ministeriums: „Die Landesregierung würdigt mit der beschlossenen Förderung die herausragende Bedeutung der öffentlichen Musikschulen für die musikalische Bildung in NRW. Da dauerhafte Unterrichtsqualität nur mit Lehrkräften in Festanstellungen gesichert werden kann, ist es erklärtes Ziel der Förderung, die Kommunen bei der Einstellung neuer Lehrkräfte zu unterstützen.“

 

Und so erhofft sich der Musikschulleiter auch für die Lippstädter Einrichtung eine entsprechende Wirkung: „Als Musikschule im ländlichen Raum spüren wir bereits seit einiger Zeit den sich verstärkenden Fachkräftemangel. Die zusätzliche Förderung kann dabei helfen, weitere Lehrkräfte für die Conrad-Hansen-Musikschule zu gewinnen. Da die Musikschule in den letzten Jahren erheblich gewachsen ist und mit aktuell 3.300 Schülerinnen und Schülern jeden Alters die größte schulische Einrichtung in Lippstadt ist, benötigen wir dringend neue Lehrkräfte, um den Wunsch nach Musikunterricht zu bezahlbaren Preisen erfüllen zu können.“

 

Konkret wurde im Rahmen der Stärkungsinitiative Kultur die Förderung der öffentlichen Musikschulen in diesem Jahr gegenüber 2018 von 2,9 auf 3,9 Millionen Euro erhöht. Unter Vorbehalt der Verabschiedung des Haushalts wächst der Etat für die Musikschulen in 2020 nochmals um 500.000 Euro, in 2021 kommen weitere 1,5 Millionen Euro hinzu. Mit zusätzlichen vier Millionen Euro im Jahr 2022 stehen schließlich sieben Millionen Euro mehr Landesmittel zur Verfügung. Der Gesamtetat steigt damit auf insgesamt knapp zehn Millionen Euro, was mehr als dem Dreifachen der 2018 bereitgestellten und davor jahrelang nicht erhöhten Mittel entspricht.

 

Zur Info:

Rund 180 öffentliche Musikschulen erhalten Landesförderung. Davon sind 159 Mitglied im LVdM NRW. Grundsätzlich fördert das Land die Musikschulen, die die Kriterien der Kommunalen Gemeinschaftsstelle (KGSt) erfüllen. Berechnungsbasis für die Landesförderung sind die jährlichen Schülerbelegungszahlen. Daneben werden Projekte des LVdM mit landesweiter Bedeutung sowie profil- und strukturbildende Projekte der Musikschulen gefördert. Zusätzlich sind die Musikschulen ein entscheidender Partner bei der Umsetzung des JeKits-Programms, mit dem rund 70.000 Schülerinnen und Schüler an rund 1.000 Grund-und Förderschulen teilweise erste musikalische Erfahrungen machen. Allein in den 159 Musikschulen des LVdM NRW musizieren rund 336.000 Schülerinnen und Schüler in rund 420.000 Belegungen – von Anfängern bis hin zu Bundespreisträgern bei Jugend musiziert, Jugend komponiert und Jugend jazzt.“