Das „dogma chamber orchestra“ verbindet Klassik mit Moderne - Junge Musiker bieten zeitgerechte Interpretationen klassischer Musik

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Lippstadt. Die Konzertreihe des Musikvereins wird am Sontag, 15. Dezember 2019 fortgesetzt. Es gastiert das „dogma chamber orchestra“ unter der Leitung von Mikhail Gurewitsch. Auf dem Programm stehen Antonio Vivaldis Concerto grosso d-Moll op.3/11, das Divertimento F-Dur (KV 138) von Wolfgang Amadeus Mozart, Arcangelo Corellis berühmtes „Weihnachtskonzert“ sowie die Streicherserenade op. 48 von Peter Tschaikowsky.

 

Als am 13. Oktober 2019 der zweite OPUS KLASSIK mit einer festlichen Gala im Konzerthaus Berlin verliehen wurde, gehörten zu den Preisträgern nicht nur so klangvolle Namen wie Sol Gabetta, Bryn Terfel oder Lang Lang. Auch das „dogma chamber orchestra“ wurde für seine Live-Aufnahme mit Werken von Wolfgang Amadeus Mozart und Franz Schubert in der Kategorie „Sinfonische Einspielung / Musik bis inkl. 18. Jh.“ ausgezeichnet. Nach 2012 und 2014 (jeweils ECHO Klassik) ist dies bereits das dritte Mal, dass es von einer Fachjury prämiert wird.

Auch Kritiker stellen immer wieder die staunenswerte Homogenität und flexible Klanggestaltung des Ensembles heraus. Nicht unwichtig zu erwähnen ist, dass die Musiker im Stehen und ohne Dirigenten spielen. Dieser Ansatz weist jedem Musiker naturgemäß eine größere Eigenverantwortung zu und erlaubt gleichzeitig solistische Impulse. Gerade in Stücken, wie etwa den Divertimenti von Mozart sind damit Rahmenbedingungen geschaffen, die Frische und Leichtigkeit nur befördern können. Mozarts handliche Visitenkarten warten zudem mit versteckten kleinen Überraschungen auf.

Auch ein größeres musikalisches Tableau wie Tschaikowskys Streicherserenade ist bei einem Ensemble von diesem Format in besten Händen. Das Stück ist eine gelungene Mélange aus Mozartscher Leichtigkeit, romantischer Innigkeit und französischer Eleganz. Tschaikowsky hat die Partitur nach eigener Aussage zunächst als „etwas zwischen Symphonie und Streichquintett“ gedacht. Er charakterisierte den ersten Satz als „Tribut meiner Verehrung an Mozart“. Das Russische tritt dann erst im letzten auf, als zwei beschwingte Tanzweisen, die aus Tschaikowskys eigener Sammlung russischer Volkslieder stammen. In gelungener Verschmelzung schließt sich der Kreis von der eleganten Musiksprache des 18. Jahrhunderts zur kraftvollen russischen Volksmusik.

 

Das dogma chamber orchestra wurde 2004 von Mikhail Gurewitsch gegründet.  Unter seiner Leitung kommen junge, aber bereits international erfahrene Musiker zusammen, um zeitgerechte Interpretationen klassischer Musik mit moderner Konzertgestaltung zu verbinden.

Die Auftritte werden von Mikhail Gurewitsch selbst moderiert. Mit der persönlichen Ansprache wird die (kühle) Distanz zwischen Bühne und Publikum überbrückt, die Konzertbesucher werden ermuntert, nicht nur von außen zu „beobachten“ und zu „konsumieren“, sondern das Konzert-Geschehen als einen Dialog zu erfahren.

 

Termin: Sonntag, 15. Dezember 2019, 18 Uhr

 

Ort: Forum der Marienschule Lipperbruch

 

Preis: € 22,- / ermäßigt € 11,-

 

Veranstalter: Städtischer Musikverein Lippstadt e.V.

 

Kartenverkauf: Kulturinformation Lippstadt im Rathaus, Lange Str. 14, 59555 Lippstadt, Tel. (0 29 41) 5 85 11, post@kulturinfo-lippstadt.de, Mo - Fr 10 - 18 Uhr, Sa 10 – 14 Uhr und NEU ONLINE über das VIBUS-Ticketportal.

dogma chamber orchestra
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