Anstoß eines Zentrenmanagements für Lippstadt

Lippstadt hat eine sehr gute Handelslandschaft und eine vielschichtige Gastronomie im historischen Stadtkern - kurz: eine hohe Aufenthaltsqualität und touristische Attraktivität.

Dennoch: Auch die Lippstädter Innenstadt hat sich in den vergangenen Jahren zunehmend verändert. Der Besatz der Lokale wandelt sich, Ladenlokale werden in eine andere Nutzung überführt oder werden nicht mehr genutzt.

Individuelle und ortsspezifische Gründe spielen eine Rolle in diesem Prozess:  der Generationenwechsel in Betrieben, die zunehmende Online-Affinität der Kunden und Besucher sowie die aktuelle Corona-Pandemie.

Gemeinschaftlich haben die Wirtschaftsförderung Lippstadt GmbH, die Kultur- und Werbung Lippstadt GmbH und die Stadt Lippstadt für die Bedürfnisse der Lippstädter Innenstadt das Instrument des Zentrenmanagements  als eine geeignete Möglichkeit gesehen, um die Entwicklung der Innenstadt mitzugestalten und nachhaltig positiv zu beeinflussen.

Auf dieser Seite finden Sie immer Aktualisierungen des Projektes und Beschreibungen der jeweiligen Aktionen - immer das Neueste zuerst.

Bei Fragen und Anregungen melden Sie sich gern bei Josie Olk von der Wirtschaftsförderung Lippstadt unter 02941-270108 oder olk at wfl-lippstadt . de.

Foto: Sandra Püttmann

1. Forum Zentrenmanagement in der Jakobikirche am 26. Oktober 2021

Nach einer inhaltlichen Einführung zum Status-quo der Innenstadtentwicklung, ihren Herausforderungen, Chancen, potentiellen Entwicklungsmotoren und Akteuren diskutierten die ca. 45 Teilnehmenden lebhaft in drei Themen-Werkstätten, moderiert durch Mitarbeitende des Büros complan und begleitet durch Vertreter*innen der Projektsteuerungsgruppe aus Lippstadt

Experiment und Umwandlung: Nutzungsmischung und -vielfalt
Was zieht Menschen in die Innenstadt, belebt Erdgeschosse, Straßen, Plätze und ergänzt das Profil der Lippstädter Innenstadt?

Qualität und Wohlfühlen: Stadtgestaltung und -qualifizierung
Wo muss die Innenstadt an Qualität gewinnen, wie müssen Straßen, Plätze und Gebäude zu-kunftsgerichtet geplant und genutzt werden?

Kooperation und Tatkraft: Zusammenfinden und -agieren
Wer macht Innenstadt, denkt und gestaltet die Entwicklung mit?

Die geladenen Gäste, Expert*innen für Klimabelange, klein- und mittelständische Unternehmen, Kunst, Kultur, Bildung, Soziales und Politik teilten ihre individuellen Sichtweisen auf die Entwicklung der Innenstadt.

Wichtig war der Beginn des Austausches der unterschiedlichsten Akteure, die sich teilweise nicht kannten und auch der Wille, erste Projekte, temporär oder längerfristig - vor allem aber unkompliziert - anzustoßen. Es wurde ein bunter Strauß an Ideen zusammengetragen;  die Vielfalt der Wünsche und Möglichkeiten wurde deutlich.

Bei der abschließenden anonymen, digitalen Abfrage war das Votum der Teilnehmenden auf die Frage "Wollen Sie wieder an einer solchen Veranstaltung teilnehmen?" mit 81% Befürwortungen eindeutig .

Bericht vom 28.10.2021 in "Der Patriot" - Die Lippstädter Tageszeitung

Der Patriot

Quartiersrundgang mit Dr. Olaf Freund

Dr. Olaf Freund ist der Vorsitzende der im  April 2008 gegründeten Immobilien- und Standortgemeinschaft Westliche Altstadt e.V. (ISG).  (Webseite der ISG ) Der Bereich der ISG ist die westliche Altstadt, sie  erstreckt sich von der Marktstraße im Norden bis zur Blumenstraße im Süden. Westliche Grenze ist die Cappelstraße, östliche Grenze sind die Pfade.

Dr. Freund erklärte viele Hintergründe und Projekte der ISG und vermittelte Carline Uhlig und Pia Bültmann von der complan Kommunalberatung beim "Spaziergang mit Hund" einen umfassenden Eindruck von diesem Bereich der Innenstadt.

 

Multiplikatoren-Umfrage

Befragung zur Zukunft der Lippstädter Innenstadt:

In der Zeit vom 03.08.2021 - 15.09.2021  wurden Innenstadtakteure um Ihre Stellungnahme zu Fragen bezüglich der Innenstadt befragt.

Die Umfrage ist beendet.

 

Konzentrationsbereich kartiert

Weitere Schritte in Richtung Anstoß eines Zentrenmanagements sind getan – das beauftragte Büro complan Kommunalberatung war am 7. und 10. Juni 2021 zur Bestandserfassung vor Ort. Mit Tablets, Kameras, Stadtplänen, Stift und Papier ausgestattet wurde der Konzentrationsbereich für das Zentrenmanagement innerhalb der Umfluten vom Team erlaufen, unter die Lupe genommen und kartiert.

 

 

 

Wodurch zeichnen sich einzelne Bereiche der Innenstadt aus?

Auf der to do-Liste stand die Erfassung einerseits von Gebäudenutzungen, der Nutzung zentraler öffentlicher Räume sowie die erste Ableitung von „Quartiersprofilen“. Wodurch zeichnen sich die einzelnen Bereiche der Lippstädter Innenstadt aus, wo liegen ihre Prägungen und Stärken, welche Gebäude und Bereiche benötigen wiederum neue Nutzungsperspektiven und –allianzen, frischen Wind in alten Gassen?

 

Erste „Tür- und Angelgespräche“ geführt

Parallel hat das Team erste „Tür- und Angelgespräche“ geführt, Schlüsselgespräche beispielsweise mit und beim KIA e.V. geführt und sich im Marketing-Beirat der Stadt vorgestellt. Über den Sommer werden weitere Daten erhoben und ausgewertet.

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Erste Bilanz: erlebbares Bauerbe gepaart mit wertvollen Grün- und Freiräumen

Die Innenstadt Lippstadts hat aus Sicht des Planer:innen-Teams einen starken, gut funktionierenden Kern, geprägt durch vielfältigen Handel, Gastronomie, soziale und kulturelle Einrichtungen. Ihr sicht- und erlebbares Bauerbe gepaart mit attraktiven, stadtklimatisch wertvollen Grün- und Freiräumen sowie Wasserflächen machen die Innenstadt lebenswert und einen Besuch interessant.

Leerstände und ungenutze Brachflächen als Herausforderung

An den Rändern des Stadtkerns zeichnen sich jedoch auch einige Leerstände, untergenutzte Brachflächen und jüngst aus der Nutzung gefallene Gebäude ab – hier sind künftig interessierte und aktive Lippstädter:innen gefragt, gemeinsam mit dem Team an kreativen, mutigen Lösungen, Nachnutzungen und der Zukunft der Innenstadt zu arbeiten. Wir freuen uns auf die nächsten Schritte in Richtung einer „starken Innenstadt“!

Ziele und erste Schritte

Erlebbarkeit, Vielfalt und Lebendigkeit der Innenstadt gemeinsam vordenken, Projektansätze modellhaft erproben, geeignete Kommunikationswege und tragfähige Organisationsstrukturen aufzeigen, ist Ziel des nun beginnenden Prozesses zum Aufbau eines Zentrenmanagements in Lippstadt. Neben Befragungen, Workshops und Veranstaltungen sind auch erste pilothafte Projekte und Maßnahmen geplant. Das neu zu entwickelnde Konzept soll strategische Grundlagen, Erfolgsfaktoren und Eckpunkte eines langfristig angelegten Zentrenmanagements formulieren.

Der Prozess begann Anfang Mai mit einer Bestandsaufnahme in der Innenstadt und ersten Gesprächen mit Schlüsselpersonen. Öffentliche Veranstaltungen sind pandemiekonform ab der zweiten Jahreshälfte 2021 geplant.

Download Präsentation Complan am 27-Mai-2021

Grafik: complan Kommunalberatung

Vorstellung des Büro complan am 27. Mai 2021

Einen ersten gemeinsamen Termin in Lippstadt hatten Carloline Uhlig und Pia Bültmann vom Büro complan aus Bielefeld am Donnerstag den 27. Mai 2021.

Gemeinsam mit dem Vertreter der Verwaltung der Stadt Lippstadt, Paul-Gerhard Sommer,  Carmen Harms, Geschäftsführerin der KWL GmbH, Dr. Dirk Drenk, Geschäftsführer der WFL und Josie Olk, Projektleiterin, stellten sie der Presse das Konzept des Zentrenmanagements für die Lippstädter Innenstadt vor.

Im Anschluss erfolgte eine Präsentation im Stadtentwicklungsausschuss.

Presseveröffentlichung "Der Patriot" vom 29. Mai. 2021

Presseveröffentlichung "Lippstadt am Sonntag" vom 30. Mai 2021

 

Dr. Dirk Drenk, Pia Bültmann, Carmen Harms, Caroline Uhlig, Paul-Gerhard Sommer (v.l.)
Foto: Josie Olk, WFL

Ausschreibung und Bewerbung

Die Stadt Lippstadt erhielt am 03.12.2020 einen Förderbescheid für den Anstoß eines Zentrenmanagements.

Nach einem Vergabeverfahren haben die Projektverantwortlichen sich für eine Vergabe des Auftrags an  das Büro complan Kommunalberatung aus Bielefeld enstschieden.
Unter Federführung der Wirtschaftsförderung Lippstadt soll der Auftrag in den kommenden zwei Jahren bearbeitet werden. Erklärtes Ziel der complan Kommunalberatung ist es, den Anstoß des Zentrenmanagements von Beginn an auf möglichst breite Füße zu stellen.

Förderung durch das "Sofortprogramm zur Stärkung unserer Innenstädte und Zentren in Nordrhein-Westfalen 2020" des Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen