geplant: Brahms: Ein deutsches Requiem

Chor- und Orchesterkonzert

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Was für viele die tägliche Lektüre der Tageszeitung ist, war für Johannes Brahms das tägliche Bibellesen. Mehr noch, er vertiefte sich mit Hilfe von Querverweisen und Konkordanzen in den Text. Zwar fühlte er sich als Lutheraner dem evangelischen Kulturkreis nahe, pflegte zu kirchlichen Institutionen aber ein eher distanziertes Verhältnis. Aus dieser bibelfesten und kirchenfernen Haltung erklärt sich, warum Brahms bei seinem deutschen Requiem nicht auf den lateinisch-liturgischen Text der Totenmesse zurückgriff. Im Grunde hat sein Beitrag zur Gattung Requiem nur noch den Titel gemein. „Was den Titel betrifft, will ich bekennen, dass ich recht gern auch das ,Deutsch‘ fortließe und einfach den ,Menschen‘ setzte.“ Mit diesen Worten verwies Brahms auf die wesentlichen Aspekte des Werkes. Und so stellte der Freigeist in den Jahren 1861 und 1868 sein Requiem auf ein neues textliches und inhaltliches Fundament. Hierzu stellte er eigens herausgesuchte Bibelpassagen aus dem Neuen und Alten Testament zusammen. Nicht das Totengedenken bestimmte das Thema dieser Auswahl, sondern der Trost der Hinterbliebenen. Schließlich sind sie es, die „getröstet werden“ sollen, da sie „Leid tragen“. Der Komponist schrieb zu seinem Werk: „Ich habe nur meine Trauer niedergelegt und sie ist mir genommen; ich habe meine Trauermusik vollendet als Seligpreisung der Leidtragenden.“ Die Uraufführung am Karfreitag 1868 im Bremer Dom dirigierte der Komponist selbst. Allen befürchteten Bedenken zum Trotz beeindruckte das Werk zutiefst.  Clara Schumann schrieb darauf: „Es ist ein ganz gewaltiges Stück, ergreift den ganzen Menschen in einer Weise wie wenig anderes. Der tiefe Ernst, vereint mit allem Zauber der Poesie, wirkt wunderbar, erschütternd und besänftigend.“ Das deutsche Requiem wurde das Werk, mit dem sich Brahms als einer der bedeutendsten Komponisten der Romantik im nationalen wie internationalen Musikleben endgültig etablierte.

Quelle: https://www.ndr.de/orchester_chor/radiophilharmonie/programmheft996.pdf

Manuela Uhl, Sopran

Jean-Christophe Fillol, Bariton

Konzertchor Lippstadt

Konzertchor Wirges

Konzertchor des Städt. Musikvereins Hamm

Philharmonischer Chor Siegen

Neue Philharmonie Westfalen

Leitung: Burkhard A. Schmitt

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Foto © Beate Kazimitowicz, kboperastudio

Termine

  • 27.02.21 18:00 Uhr