Jüdisches Leben in Lippstadt

Seit dem Mittelalter lebten in Lippstadt Juden. Als aufstrebende Hansestadt nutzte die Stadt gerne die guten Handelskontakte der Juden. Auch beim Ausbau der Festungsanlage war die Hilfe von Juden willkommen. Allerdings durften nur bis zu zwei Familien in der Stadt leben, und zahlreiche Einschränkungen bestimmten den Alltag. Außerdem führten Neid und Konkurrenzängste der christlichen Nachbarn immer wieder zu deren Vertreibung.

Meistens wohnten die Lippstädter Juden in der Straße hinter dem Rathaus, weswegen sie jahrhundertelang "Judenstraße" hieß. Erst seit 1933 heißt sie "Rathausstraße". 

Im 19. Jahrhundert erhielten die Juden schrittweise die Gleichberechtigung. In Lippstadt waren sie bald bestens in der Gesellschaft integriert und gestalteten das öffentliche und wirtschaftliche Leben aktiv mit. In den 1930er Jahren gelang einigen die Flucht, viele wurden jedoch deportiert und ermordet. 

Die Reste der 1851 errichteten und in der Reichspogromnacht 1938 zerstörten Lippstädter Synagoge sind bis heute erhalten.

Treffpunkt ist am Rathaus (Lange Straße 14, 59555 Lippstadt), Dauer: ca. 90 Minuten

Anmeldung in der Stadtinformation im Rathaus, Tel. 02941-58515

Außerdem besteht die Möglichkeit, diese Führung für Gruppen zu buchen. Der Termin kann flexibel nach Ihren Wünschen organisiert werden. Die Kosten für die gesamte Gruppe bis zu 25 Personen betragen 58,00 Euro. Auf Wunsch kann nach dem Spaziergang eine gemütliche Einkehr in einer schönen Innenstadt-Gaststätte angeschlossen werden.

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