Mitreden, mitdenken, mitmachen

90 Bürger beteiligten sich an 1. Lippstädter Sportkonferenz

Lippstadt. Sieben Workshops, 90 Teilnehmer und viele Ideen und Anregungen für den Sport in Lippstadt – das ist die Bilanz der 1. Lippstädter Sportkonferenz vom vergangenen Freitag. In den Räumlichkeiten der Volkshochschule Lippstadt trafen sich die Teilnehmer, um gemeinsam über die Zukunft des Sports in Lippstadt zu reden, Meinungen auszutauschen und Impulse zu geben. Zum Einstieg präsentierten Prof. Dr. Heiko Meier und seine Kollegen vom Department Sport und Gesundheit der Universität Paderborn die Ergebnisse der bisherigen Erhebungen zu den Strukturen des Sports im Rahmen der Lippstädter Sportentwicklungsplanung.

 

Bei der Erhebung wurde die Sportszene in Lippstadt gründlich untersucht: Sowohl Interviews mit ausgewählten Experten und Sportlern als auch eine Onlineumfrage, an der rund 800 Bürger teilgenommen haben, führte die Koordinierungsstelle Sport der Stadt Lippstadt gemeinsam mit den Experten der Universität Paderborn durch. Insgesamt acht Themenfelder konnten auf diese Weise als besonders wichtig für den Sport in Lippstadt identifiziert werden. Besonders bewegt die Lippstädter die Sportstättenplanung und die Qualität der bestehenden Sportstätten. Aber auch Themen wie die Belegung der vorhandenen Sportanlagen, der Schwimmsport, das Projekt Jahnplatz 2020, der Kinder- und Jugendsport sowie ein potenzielles Leitbild für den Sport stehen bei den Lippstädtern hoch im Kurs.

 

Auf Grundlage dieser Themen wurden im Anschluss sieben Workshops durchgeführt, in denen die Teilnehmer diese näher beleuchten und Denkanstöße erarbeiten konnten. „Was wünschen Sie sich?“, fragte die Moderatorin, Lisa Sennefelder, beispielsweise die Mitglieder des Workshops zum Schwimmsport in Lippstadt. Auf Karteikarten durften die Teilnehmer jeweils einen Wunsch schreiben. Auf diese Weise entstanden eine Ist- und eine Soll-Situation. Anschließend wurde diskutiert, wie man vom Status quo in den Wunschzustand kommt.

 

„Austausch und Diskussionen klappten ausgenommen gut“, freut sich Klaus Böhm von der Koordinierungsstelle Sport der Stadt Lippstadt. „Da saßen ganz unterschiedliche Personen aus unterschiedlichen Generationen miteinander am Tisch und entwickelten Ansätze, wie man den Sport in Lippstadt voranbringen kann. Das ist ein echter Gewinn!“, so Böhm. Auch die Ergebnisse aus den Workshops, die zum Abschluss präsentiert wurden, können sich sehen lassen. „Die Universität Paderborn wird die Ergebnisse nun auswerten. Das kann vier bis fünf Wochen dauern“, erklärt Anja Stakemeier, ebenfalls von der Stadt Lippstadt. Anschließend werden die Ergebnisse im Sportausschuss vorgestellt. Dann entscheidet sich auch, ob das partizipative Sportentwicklungskonzept in die nächste Runde starten kann. Von den Teilnehmern der Sportkonferenz gab es schon mal grünes Licht: „Die meisten der Teilnehmer wollen gerne weitermachen und haben Bereitschaft signalisiert, sich weiterhin in Arbeitsgruppen zu treffen“, verraten Böhm und Stakemeier.

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