Lippstadts Lichtkonzept bei Bundeswettbewerb ausgezeichnet

Lippstadt gewinnt dritten Preis beim Bundeswettbewerb „Energieeffiziente Stadtbeleuchtung“ -

04.06.2009 - Lippstadt. Die Stadt Lippstadt ist heute im Rahmen des Bundeswettbewerbs „Energieeffiziente Stadtbeleuchtung“ mit einem dritten Preis ausgezeichnet worden. Lippstadt ist damit eine von 18 Preisträger-Kommunen die für ihre innovativen, energiesparenden und damit klimafreundlichen und kostengünstigen Beleuchtungskonzepte einen Preis erhalten. 180 Städte und Gemeinden hatten sich insgesamt beworben. Die Preisträger erhalten für ihre Beleuchtungskonzepte Fördermittel im Rahmen der Klimaschutzinitiative des Bundesumweltministeriums aus dem Umweltinnovationsprogramm. Die Höhe der finanziellen Förderung wird noch bekanntgegeben.

 

Für Lippstadts Bürgermeister Christof Sommer zeigt die Auszeichnung: „Mit unserem Konzept sind wir auf dem richtigen Weg. Ich hoffe, dass wir mit dem Preis - gemeinsam mit unserem strategischen Partner der Hella - weitere innovative Leuchten in der Stadt installieren können.“

 

Hintergrund des Wettbewerbs ist die in vielen Kommunen in die Jahre gekommene Straßenbeleuchtung. Veraltete Straßenlampen verursachen unnötig hohe Energiekosten und sind oftmals sehr wartungsanfällig. Die Beleuchtung von Straßen, Plätzen und Brücken benötigt derzeit noch soviel Strom wie rund 1,2 Millionen Haushalte pro Jahr verbrauchen. Dies führt zu einem klimaschädlichen CO2-Ausstoß von jährlich über zwei Millionen Tonnen. Mit der heute verfügbaren Technikkönnte der CO2-Ausstoß halbiert und gleichzeitig die Lichtqualität deutlich verbessert werden. Bislang werden aber jährlich nur rund drei Prozent der Straßenbeleuchtung in Deutschland erneuert.

 

Die Preisträger in der Kategorie „Sanierung“ im Einzelnen:

Großstädte über 500.000 Einwohner:

1. Preis: Landeshauptstadt Düsseldorf

2. Preis: Stadt Köln

3. Preis: Stadt Leipzig

Großstädte mit 100.000 bis 500.000 Einwohnern

1. Preis: Stadt Regensburg

2. Stadt Bergisch Gladbach

3. Stadt Göttingen

Städte mit 50.000 bis 100.000 Einwohnern

1. Preis: Stadt Aalen

2. Preis: Stadt Kaiserlautern

3. Preis: Stadt Lippstadt

Städte mit 10.000 bis 50.000 Einwohnern

1. Preis: Samtgemeinde Barnstorf

2. Preis: Main-Taunus-Kreis

3. Preis: Stadt Geseke

Städte und Gemeinden unter 10.000 Einwohnern

1. Preis: Gemeinde Goldenstedt

2. Preis: Gemeinde Baltrum

3. Preis: Stadt Hartha

 

Konzept

In Lippstadt ist vorgesehen, zunächst die Straßenleuchten mit dem höchsten Energieverbrauch und somit mit dem höchsten Ausstoß an Kohlendioxid auszuwechseln. Hierbei sollen vorrangig die Pilzleuchten mit einem Alter von bis zu 40 Jahren und einer Stromaufnahme von bis zu 150 Watt gegen hocheffiziente LED-Leuchten ausgetauscht werden. Zielsetzung hierbei ist es, durch den geringeren Energieverbrauch der LED – Technik, Energie und Stromkosten einzusparen und somit auch den CO²– Ausstoß zu verringern sowie die laufenden Unterhaltungskosten durch die längeren Betriebszeiten der LED zu senken. Hierbei arbeitet die Stadt Lippstadt eng mit der Fa. Hella KGaA Hueck & Co. zusammen, die gerade eine dimmbare LED-Straßenleuchte entwickelt um diese in Serie zu produzieren.

 

Innovative Beleuchtung

Erstes greifbares Ergebnis ist das modular aufgebaute, innovative Straßenbeleuchtungskonzept "Eco StreetLine", das auf moderner LED-Technologie basiert und bereits im Mai in Lippstadt vorgestellt wurde. Gegenüber herkömmlichen Straßenbeleuchtungsarten zeichnet sich die neuentwickelte LED-Straßenbeleuchtung der Hella durch zahlreiche Vorteile aus. So lässt sich der Energieverbrauch allein durch Einsatz der LED-Technologie um bis zu 50 Prozent senken. Damit einher geht eine deutliche Reduzierung der CO2-Emissionen. Mit einer Lebensdauer von ca. 12 Jahren sind die LED-Module außerdem so ausgelegt, dass sie kaum gewartet bzw. ausgetauscht werden müssen und sich somit die Betriebskosten signifikant senken lassen. Gezielte Ausleuchtung, kein Lichtsmog, zeitloses Design und einfache Umrüstung sind weitere wesentliche Pluspunkte der "Eco StreetLine", deren Serienreife bis Ende des Jahres erreicht werden soll.

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