Geführte Radrouten, Kirchen und Kapellen

Ev. Pfarr- und Marktkirche (sog. "Große Marienkirche")

Länge: I 30 km, II 27 km
Lippstadts Wahrzeichen im Zentrum der Stadt.
Mit dem Bau der Kirche begannen die Bürger der Stadt Lippstadt bald nach der Stadtgründung (1185). Der Stadtgründer Bernhard II. zur Lippe weihte 1222 in seiner Eigenschaft als Bischof von Selonien (im heutigen Litauen) den Hauptaltar. Der helle und weiträumige Hallen-Umgangschor wurde von 1478 bis 1506 für den alten Rechteckchor mit polygolaner Apsis gleichzeitig mit der Gotisierung der Südwand errichtet. 1684 erhielt der Westturm seine, die Silhouette Lippstadts prägende, dreikuppelige Barockhaube.

Ev. Jakobikirche

Kleine gotische Hallenkirche von nur 2 Jochen auf querrechteckigem Grundriss mit 3 polygonalen Chören und Westturm, gestufte Barockhaube von 1755.

Ev. Brüderkirche

Kirche des 1281 gegründeten Augustinermönchklosters, von dem durch Johannes Westermann die Reformation nach Westfalen ausging. Typische Predigtkirche (Ende 13. Jahrhundert); Unsymmetrische zweischiffige Halle von 2 Jochen mit querrechteckigem Chor und Giebeln über den Jochen der Südseite; turmlos mit Dachreiter.

Kath. Kirche St. Nicolai

Romanischer Westturm, als ältestes Bauwerk der Stadt bereits vor der eigentlichen Stadtgründung entstanden, mit niedrigem südlichen Seitenschiff (das nördliche abgebrochen). Rest einer ursprünglichen kreuzförmigen Basilika (12. Jahrhundert). Heutiges neugotisches Langhaus 1873 bis 1875 entstanden.

Stiftsruine St. Marien

Schönste Kirchenruine Westfalens. Ehemalige Kirche des 1185 gegründeten Augustinerinnenklosters, seit Mitte des 16. Jahrhunderts freiwilliges adliges Damenstift. Hallenkirche von 4 Jochen (13. Jahrhundert), von zwei Osttürmen über den Seitenschiffen flankiert; seit 1819 Ruine. Westlich der Kirche Teile des Westflügels (Remter) mit wenigen Bögen des Kreuzganges des 1780 abgebrochenen Klosters.

St. Annen-Rosengarten

Das Schwesternhaus St. Annen-Rosengarten wurde 1435 vom Kloster Böddeken an der Stelle eines älteren Hofes des Volbert Stalen gegründet. Durch Einführung derAugustinerregel 1453 in ein Nonnenkloster umgewandelt. Friedhof und Kapelle 1453 erwähnt.1528 Weihe der Kirchenerweiterung. Als einzige Kirche der Stadt nach der Reformation katholisch geblieben. Nach der Neugründung der katholischen Pfarrei St. Nicolai 1807 Auflösung des Klosters 1814. Bau der Nicolai-Schule auf dem Klostergelände 1876/1886.Abbruch aller Gebäude 1980. Archäologische Grabungen 1982 - 1984. Grünanlage und Markierung der Baubefunde 1990.

3. St. Hubertuskapelle, Lohe

Saalkirche mit Chor und Turm - neugotischer Ziegelbau von 1878.

4.Dorfkapelle St. Antonius, Eickelborn

Schlichter Saalbau von 1649 auf alten Dorfplatz mit hohen Bäumen.

5./6. Kath. Pfarrkirche St. Martin und ehem. Klostergebäude, Benninghausen

Kirche eines ehemaligen Zisterzienserinnenklosters adeliger Nonnen, das im 17. Jahrhundert den Charakter eines kath. Damenstifts annahm, 1803 von der hessischen Regierung aufgehoben wurde und seit 1945 als Landespflegeanstalt dient. Niedriger romanischer Westturm des 12. Jahrhunderts; gewölbter spätgotischer Saalbau von 4 Jochen (1514); ehem. Nordsakristei in die querschiffartige Erweiterung von 1892 einbezogen; Kreuzrippengewölbe mit zum Teil figürlich geschmückten Schlusssteinen. Auf der Westseite der Kirche schließen vier Flügel des ehemaligen Klostergebäudes um einen quadratischen Kreuzgang an; zweigeschossiger barocker Putzbau; an der Nordseite flacher Mittelrisalit mit Giebel, Portal und Freitreppe.

7.Kath. Pfarrkirche St. Clemens, Hellinghausen

Niedriger romanischer Westturm mit Zeltdach, schlichter gotirisierender Saal mit dreiseitigem Schluss (1780/1781), in den Rundbogenfenstern zweiteiliges barockes Maßwerk.

8. Hofkapelle Böbbinghof, Cappel

Hofkapelle St. Maria Magdalena, schlichtes neugotisches Gebäude von 1903. Nachfolgebau einer Fachwerkkapelle, von der die Glocke im Kapellenturm stammt.

9.Kath. Kirche Maria Himmelfahrt, Cappel

Neugotischer Ziegelbau, erbaut 1862 bis 1865.

10.Ev. Stifts- und Filialkirche, Cappel

Ursprünglich kreuzförmige romanische Pfeilerbasilika (Mitte 12. Jahrhundert) im gebundenen System mit zweitürmigem Westbau; reichgegliederte dreischiffige Vorhalle mit darüberliegender flachgedeckter Nonnenempore; Langhaus um 1150 von Osten her an den Westbau angefügt. Seitenschiffe, Haupt- und Nebenapsiden vermutlich um 1700 abgebrochen. Arkaden vermauert. Restaurierungen 1886 und 1951. An die Kirche schließen Kapitelhaus und Abtei (beide um 1552) des ursprünglich für Prämonstratenserinnen erbauten Klosters (1139 zuerst erwähnt) an, das um 1588 in ein weltliches Damenstift umgewandelt und 1628 Äbtissinnen aus dem lippischen Grafenhaus unterstellt wurde. Die ehemalige Stiftsdechanei und das Stiftsdamenhaus wurden in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts als Fachwerkgebäude errichtet.

11./2 Ev. Reformationskirche, Lipperode

Die ev. reformierte Kirche ist erbaut 1866 durch Baumeister Petri aus Detmold, das Innere ist um 1965 neu gestaltet worden. Ein besonderes Kunstwerk ist die holzgeschnitzte Renaissance-Kanzel, die aus der großen Marienkirche in Lippstadt stammt. Ihre alte farbige Bemalung wurde 1959 wieder hervorgeholt. Auffallend sind des weiteren drei gusseiserne Grabplatten aus der Zeit von 1624 bis 1654, ihr Vorkommen in Lipperode ist durch die Nähe der sauerländischen Eisenindustrie erklärlich. Es sind Grabplatten für vier Frauen der Familie Schwickert-Butterweck, die seit 1648 den Meierhof Nr. 1 besaß. Die früheste ist die der Gertrud Haus, Schwiegermutter des Amtmanns Schwickert, die 1624 starb; es ist auch die kunstvollste mit Darstellung der Kreuzigung und des Jüngstens Gerichts. Es folgt die Platte der Katharina Dillen (gest. 1641), Mutter des Johann Butterweck, des Schwiegersohnes des Amtmanns Schwickert. Die späteste ist die Doppelplatte für die Ehefrau (gest. 1653) und die Tochter (gest. 1654) des Amtmanns Schwickert.

12.Jüdischer Friedhof, Lipperode

Tor und Pfeiler des Friedhofes sind aus der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts. Grabsteine datieren bis 1937.

13.Kath. Kirche St. Severinus, Esbeck

Neugotische Saalkirche mit Westturm und Chor von 1878/79 sowie 2 Bildstöcken von 1726 und 1730.

14.Kath. Pfarrkirche St. Martin, Hörste

Kirche 1194 erwähnt. Quadratischer Westturm; kleine Gewölbebasilika in Bruchstein (2. Hälfte 12. Jahrhundert). Gedrungenes Langhaus von 2 Jochen im gebundenen System ohne Querschiff, an den Seitenschiffen ursprünglich halbrund ausgenischte Nebenapsiden, 1889 östliche Erweiterungsbauten.

15.Kath. Pfarrkirche St. Dionysius, Bökenförde

(Wallfahrtskirche) Kräftiger Westturm; romanische gewölbte Pfeilerbasilika von 2 Jochen (3. Viertel 12. Jahrhundert), östliche Erweiterung mit Querhaus um 1900. Im Altbau quadratisches Mittelschiffjoch mit niedrigen Doppelarkaden. In den schmalen Seitenschiffen Längstonnen mit Stichkappen, das nördliche zur Hälfte durch gotischen Anbau ersetzt. Turmhalle voll zum Langhaus geöffnet.

16. Kapelle Brünneken, Bökenförde

Mitten im Felde gelegene Kapelle mit einem alten Brunnen. Hier sah lt. einer Legende ein Hirte ein Muttergottesbild über dem Wasser des Brunnens schweben.
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