Die Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie

"Die Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie, kurz FFH-Richtlinie, ist eine Naturschutz-Richtlinie der Europäischen Union, die 1992 beschlossen wurde. Sie dient gemeinsam mit der Vogelschutzrichtlinie im Wesentlichen der Umsetzung der Berner Konvention; eines ihrer wesentlichen Instrumente ist ein zusammenhängendes Netz von Schutzgebieten, das Natura 2000 genannt wird.
Die korrekte deutsche Bezeichnung der FFH-Richtlinie lautet Richtlinie 92/43/EWG des Rates vom 21. Mai 1992 zur Erhaltung der natürlichen Lebensräume sowie der wildlebenden Tiere und Pflanzen. Es wird in Deutschland jedoch fast ausschließlich die Bezeichnung FFH-Richtlinie benutzt, die sich von Fauna (= Tiere), Flora (= Pflanzen) und Habitat (= Lebensraum) ableitet.
"(Quelle: Wikipedia)

Für den Aufbau und den Schutz des europäischen ökologischen Netzes 'Natura 2000' sind die Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) verpflichtet, ein zusammenhängendes Netz besonderer Schutzgebiete aufzubauen, um dem Artensterben und dem Verlust von Lebensräumen der wild lebenden Tiere und Pflanzen entgegen zu wirken. (Nach der Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie (FFH) und EG-Vogelschutzrichtlinie)
Die Bundesländer stellen Gebietslisten zusammen, die der Bundesregierung für eine Meldung an die EU-Kommission vorgeschlagen werden. Zusammen und in Abstimmung mit den entsprechenden Einrichtungen der anderen Bundesländer haben die Landesanstalt für Ökologie, Bodenordnung und Forstplanung und das Landesamt für Agrarordnung NRW (LÖBF/LAFAO) diejenigen Gebiete ermittelt, die die fachlichen Kriterien der FFH-Richtlinie erfüllen. Als Ergebnis der Ressort-, Behörden- und Verbandsabstimmung wurde folgende Verfahrensweise bzgl. der Meldung der FFH-Gebiete festgelegt (hier nur insoweit wiedergegeben, als hiervon das Stadtgebiet der Stadt Lippstadt betroffen ist.)

  • In der Tranche 1a werden zunächst nur bereits bestehende und einstweilig sicher gestellte Naturschutzgebiete (NSG) über 75 ha Größe zusammen gestellt. Es handelt sich im Stadtgebiet um folgende Gebiete: NSG Lusebredde NSG Hellinghauser Mersch NSG Klostermersch.
  • In einer Tranche 1b hat die Landesregierung die Gebiete gemeldet, die kleiner als 75 ha sind, noch nicht als Naturschutzflächen gesichert sind aber die Kriterien der FFH-Richtlinie erfüllen. Es handelt sich im Stadtgebiet um das folgende Gebiet: Nr. 300 'Manninghofer Bach sowie Gieseler und Muckenbruch'.
  • In einer Tranche 2 hat die Landesregierung die restlichen Gebiete aus dem Gesamtvorschlag der Landesanstalt für Ökologie, Bodenordnung und Forsten (LÖBF) gemeldet. Es handelt sich im Stadtgebiet um folgende Gebiete: Margaretensee Woeste und Eichenbuchenwald bei Ostinghausen Teilabschnitte Lippe-Unna, Hamm, Soest, Warendorf.

In den Anhörungsverfahren zur Meldung der vorgeschlagenen Gebiete gibt die Stadt Lippstadt eine Stellungnahme an die Bezirksregierung Arnsberg ab.

Weitere Informationen zum Thema finden Sie auf den Seiten des Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz NRW (MUNLV).

Gebietskarten und Gebietsbeschreibungen sind auf den Internetseiten 'Natura 2000' zu finden.

Links und weitere Informationen zu dieser Seite:
MUNLV
Informationen des Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen
Natura 2000, Netzwerk für den Naturschutz
Hier finden Sie Informationen zum Naturschutz-Netzwerk NATURA 2000 mit vielen Bildbeispielen zu geschützten Lebensräumen, Gebieten und Arten.