Innovatives Bauen in Lippstadt

Der Planungs- und Umweltausschuss informierte sich während seiner Exkursion am 31.10.2001 über innovative Wohnbauprojekte in den Städten Kamen, Herten und Lüdinghausen. Im Vordergrund des Interesses standen dabei Lösungen des ökologischen Bauens, der Energieversorgung, der Regenwasserversickerung sowie der Bewohnerbeteiligung.

In der Gartenstadt Seseke-Aue in Kamen sind über 250 der geplanten 280 Wohneinheiten errichtet worden. Der Wohnungsbau wurde durchgehend realisiert mit einem Niedrigenergiehausstandard, passiver Sonnenenergienutzung in Verbindung mit einem Blockheizkraftwerk, Regenwasserversickerung vor Ort, der Auswahl der Baumaterialien nach baubiologischen Grundsätzen, Bewohnerbeteiligung und Quartiersberatung.

In Herten wurde das Siedlungsprojekt "Am Backumer Tal" mit langfristig geplanten 380 Wohnungen, davon 60 öffentlich geförderte Miet- und Altenwohnungen, besichtigt.

Im Mittelpunkt der Planung und Umsetzung standen hier

  • die landschaftsökologische Begleitung des Planungsprozesses,
  • das freiraum- und landschaftsbezogene Bauen und
  • die Minimierung der Eingriffe in den Naturhaushalt durch konsequente Anwendungen aller Prinzipien des ressourcenschonenden Bauens.

Es wurden im Hochbau der Niedrigenergiehausstandard, bei der Freiflächengestaltung ein offenes Regenwasserrückhalte- und Versickerungskonzept und Flächen zur Entwicklung von Biotopen umgesetzt.

Das Wohnbaugebiet in Lüdinghausen empfanden die Ausschussmitglieder als architektonisch ansprechend und auf Lippstädter Verhältnisse übertragbar.

Hier handelt es sich um ein typisches Neubaugebiet mit Einzel- und Doppelhausbebauung sowie eingestreuten kleineren Reihenhauselementen.

Innerhalb des Baugebietes wurden einzelne Wohnbereiche und Straßenabschnitte mit einheitlicher Gestaltung und zentraler Wärmeversorgung durch Bauträger verwirklicht.

Weitere Informationen zu den besichtigten Wohnbauprojekten finden Sie unten auf dieser Seite.

Nach der Besichtigung sprach sich der Ausschuss dafür aus, bei der Planung neuer Baugebiete seitens der Verwaltung zu prüfen, ob ähnliche ökologisch orientierte Wohnbaugebiete verwirklicht werden können.

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