Förderprogramme Denkmalpflege

Die Instandhaltung und Pflege von Denkmälern erfordert oft hohen finanziellen Aufwand. In den meisten Fällen sind Maßnahmen an Denkmälern auch teurer als an anderen nicht unter Denkmalschutz stehenden Gebäuden. Die Stadt Lippstadt hat in den vergangenen Jahren zusammen mit dem Land NRW Denkmalfördermittel bereitgestellt. Leider stellt das Land aktuell keine Mittel mehr zur Verfügung, so dass auch die Stadt Lippstadt zurzeit keine Zuschüsse zahlt. Ob anderweitig aktuelle Fördermöglichkeiten bestehen, kann bei der Unteren Denkmalbehörde der Stadt Lippstadt erfragt werden. Auch lässt sich aus dem Denkmalschutzgesetz kein Rechtsanspruch der Denkmaleigentümer auf Gewährung von Denkmalfördermitteln herleiten.

Der Landschaftsverband Westfalen Lippe fördert im Rahmen seiner Möglichkeiten kleine kommunale und kirchliche Denkmalpflegemaßnahmen. In Einzelfällen werden aber auch kleinere private Maßnahmen gefördert. Die Höhe der Förderung beträgt bis zu einem Drittel der Kosten, maximal jedoch 7.669,38 EURO

Die Antragsstellung ist an keinen festen Termin gebunden, sollte jedoch möglichst zu Beginn eines Jahres erfolgen, damit die Bewilligung und Abrechnung noch im gleichen Jahr erfolgen kann. Die Anträge sind über die Stadt Lippstadt als untere Denkmalbehörde an den Landschaftsverband Westfalen Lippe, Westf. Amt für Denkmalpflege, zu richten.

Für Maßnahmen, deren Kosten 15.338,76 EURO übersteigen, stellt das Land Nordrhein-Westfalen Denkmalpflegemittel zur Verfügung. Die Höhe der Zuwendungen beträgt bis zu einem Drittel der Kosten. Auch hier ist die Höhe der zur Verfügung stehenden Mittel begrenzt, so dass nicht alle Maßnahmen gefördert werden können. Anträge sind spätestens bis zum 15. September eines jeden Jahres über die Stadt Lippstadt als untere Denkmalbehörde an die Bezirksregierung Arnsberg zu richten.

Den Bewilligungsbescheid erhalten die Eigentümer, sofern die Maßnahme in das Förderprogramm aufgenommen worden ist, erst nach Verabschiedung des Landeshaushaltes jeweils erst im Frühjahr des darauf folgenden Jahres. Vor der Bewilligung darf mit der Durchführung der Maßnahmen nicht begonnen werden.

Enthalten Baudenkmäler Wohnraum und werden durch umfangreiche Baumaßnahmen der Gebrauchswert der Wohnungen nachhaltig erhöht, die allgemeinen Wohnverhältnisse auf Dauer verbessert und eine nachhaltige Einsparung von Heizenergie und Wasser bewirkt (Modernisierung), ist die Bewilligung zinsgünstiger Darlehn möglich. In diesem Zusammenhang können auch Darlehn zur Deckung städtebaulich bedingter Mehraufwendungen gewährt werden (z. B. für Außenbauteile wie Fassaden, Fenster).

Steuerbegünstigung

Das Einkommenssteuerrecht bietet mehrere Möglichkeiten, die Steuerschuld aufgrund von Aufwendungen für Baudenkmäler zu mindern.

Hierüber hat das Ministerium für Städtebau und Wohnen, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen unter dem Titel „Steuertipps für Denkmaleigentümer – Gesetzliche Grundlagen und Richtlinien“ eine umfangreiche Broschüre herausgegeben. Diese kann ebenfalls bei den

Werkstätten Neuss GmbH
Am Krausenbaum 11
41464 Neuss
Fax. 02131/ 42860 bestellt werden

Soweit verfügbar ist sie auch bei der Stadt Lippstadt als untere Denkmalbehörde erhältlich.