Clash Royal

Clash Royal ist die neue Spiele-App, die zurzeit auf den Schulhöfen Deutschlands gezockt wird. Es handelt sich dabei eigentlich um ein Kartenspiel, nur, dass die Karten eben digital sind. In jeder Runde kann man sich sein Kartendeck selber zusammenstellen und versuchen, seinen Gegner damit zu besiegen. Der Gegner ist nicht etwa der Computer, also eine KI (=künstliche Intelligenz), sondern ein anderer leibhaftiger Spieler, der sich irgendwo auf einem der Server tummelt. Deshalb muss man Clash Royal auch online spielen. Ohne Internet geht es nicht. Nach wenigen Sekunden wird einem der Name des  Gegenspielers angezeigt (manchmal auch mit koreanischen Schriftzeichen) und los geht es. Die Karten zieht man jetzt auf ein Spielfeld ("Arena"). Dort werden die abgebildeten Kämpfer quasi lebendig und tun, was sie tun sollen, nämlich die drei Burgen des Gegners zu zerstören. Es gibt Karten mit Kobolden, Riesen, Bogenschützen etc. Zum Ausspielen der Karten ist sogenanntes Elixier notwendig. Manchmal entstehen Wartezeiten, in denen Elixier erst nachproduziert werden muss. Greift in diesem Moment der Gegner an, wird es gefährlich.

Wer zuerst alle drei Burgtürme zerstört hat, ist der Sieger und wird mit Truhen belohnt, die Geld und natürlich neue Karten enthalten. Das Spiel hat eine knuffige Comic-Grafik und ist absolut unblutig. Gekämpft wird natürlich, aber der Gewaltfaktor ist sicher nicht schlimmer als bei Asterix und Co. Ab einem bestimmten Level kann man sich in sogennnaten "Clans" mit seinen Mitschülern zusammen-schließen, und dies macht wohl den eigentlichen Reiz dieses taktisch eher anspruchslosen Online-Games aus. Allerdings ist dieser Reiz wohl so hoch, dass viele Spieler gar nicht mehr aufhören möchten und deshalb Stunde um Stunde auf ihren Mini-Bildschirm starren. Da bleibt mir nur übrig, diesen laut zuzurufen: "Hey, Clash Royal ist nett, aber geht mal wieder  vor die Tür und erlebt eigene Abenteuer" - "Aber passt auf die Baby-Drachen auf!"