Der Südertorpark-Ost: Ehemalige Festungsanlage wird erlebbar

Der Hintergrund

Die Gestaltung qualitätsvoller Außenräume wird immer wichtiger. Die Möglichkeit, Natur zu erleben und sich im Freien aufzuhalten auch im urbanen Raum, erfährt als Aspekt der Lebensqualität eine neue Wertschätzung. Mit der Planung und Umsetzung des Südertorparks-Osts und der Umgestaltung der Südlichen Umflut  wird der mit Grün unterversorgte Stadtteil im Süden aufgewertet. Der Park bietet  für die Anwohner der südöstlichen Wohnquartiere, den Besuchern der Altstadt, den Mitarbeitern der angesiedelten Firmen und den Bewohnern des Studentenwohnheims einen attraktiven Freiraum, der eine Vielzahl an Aktivitäten ermöglicht.

Das Gelände:

Der Entwurf zeichnet einen Ausschnitt der historischen Stadtbefestigung von 1763 nach. Die Parkfläche liegt zwischen dem ursprünglichen Hauptgraben und der Umflut. Es besteht hier die Möglichkeit das historische Stadtbild, die ehemalige Festungsanlage erlebbar zu machen.

So soll es aussehen:

Ziel dieses Entwurfes ist die Idee, einen grünen „Festungsring“ um Lippstadts Zentrum zu schaffen.  Von der leicht erhöhten Platzfläche, die mit einer Grünsandsteinmauer eingefasst ist und die Form der ehemaligen Festungsmauer nachzeichnet, öffnet sich der Blick über die Spiel- und Liegewiese zur Südlichen Umflut hin. Sitzstufen bieten die Möglichkeit, das Treiben auf der Rasenfläche zu beobachten. Die raumbildende Baumpergola, kastenförmig geschnittene doppelte Baumreihen, unterstreicht die Platzform und bildet ein natürliches Dach für die Sitzelemente auf der Platzfläche. Die Mitte der Platzfläche bildet ein flaches Wasserbecken in dem sich Bäume und Wolken spiegeln. Das Wasserspiel (unterschiedlich gesteuerte Fontänen) erzeugt nicht nur eine stimmungsvolle Geräuschkulisse, es ist auch ein Anziehungspunkt, insbesondere für Kinder zum Toben und Spielen. Die mehrreihigen Zierkirschen zum Konrad-Adenauer-Ring lassen die umgebenden Bauten in den Hintergrund treten.

Der Uferbereich der Umflut wird abgeflacht und als Rasenböschung ausgebildet, sodass das Gewässer vom Park zugänglich und erlebbar wird. Zu den Privatgärten erhalten die Böschungen artenreiche Uferrandstauden– und Gräserpflanzungen. Einzelne Trittsteine, zum Beispiel im Bereich des Studentenwohnheimes, ermöglichen ein Überqueren der Umflut und Spielen am Wasser. Ein gewässerbegleitender Weg mit punktuellen Sitz- und Liegemöglichkeiten führt als Rundweg von der Straße „Südertor“ zum Konrad-Adenauer-Ring.

 

 

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