Lippstadt. Wie hat sich der Hochwasserschutz in Lippstadt entwickelt – und welche Maßnahmen schützen die Stadt heute? Diesen Fragen widmen sich die Bezirksregierung Arnsberg und die Stadt Lippstadt bei einer gemeinsamen Veranstaltung am Samstag, 15. November 2025, im Rathaus Lippstadt. Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, sich über Geschichte, Hintergründe und umgesetzte Projekte des Hochwasserschutzes zu informieren.
„Mit dem Bau des Stiftwehrs sind nun alle notwendigen Schutzmaßnahmen in Lippstadt abgeschlossen“, erklärt Dana Niestroj von der Bezirksregierung Arnsberg. „Das ist eine gute Gelegenheit, zurückzublicken, die Maßnahmen noch einmal in den Fokus zu nehmen und ihre Wirkung für die Stadt zu beleuchten.“
Bereits ab 13.30 Uhr bietet eine Ausstellung im Foyer des Rathauses Einblicke in die Historie des Hochwasserschutzes in Lippstadt. Ein Zeitstrahl und begleitende Informationsmaterialien zeigen, wie sich der Schutz entlang der Lippe in den vergangenen Jahrzehnten entwickelt hat.
Um 14.00 Uhr eröffnen Bürgermeister Alexander Tschense und Thorsten Schmitz-Ebert, Abteilungsleiter für Umwelt- und Arbeitsschutz bei der Bezirksregierung Arnsberg, die Veranstaltung. Im Anschluss folgen zwei Fachvorträge, die das Thema Hochwasser aus historischer und technischer Perspektive beleuchten.
Der erste Vortrag, „Als das Wasser kam – Heinrichsflut 1965“, erinnert an das prägende Hochwasserereignis vor 60 Jahren. „Die sogenannte Heinrichsflut war ein einschneidendes Ereignis für Lippstadt und hat das Bewusstsein für Hochwasserschutz in der Region nachhaltig geprägt“, sagt Heinrich Horstmann, Fachbereichsleiter Stadtentwicklung und Bauen der Stadt Lippstadt.
Im zweiten Vortrag, „Hochwasserschutz in Lippstadt – Planung, Umsetzung, Wirkung“, stellen Vertreterinnen und Vertreter der Bezirksregierung, des Wasserverbands Obere Lippe (WOL) und der Stadt Lippstadt die umgesetzten Schutzmaßnahmen vor. Themen sind unter anderem technische Anlagen, die Arbeit des Wasserverbands, Maßnahmen zur Regenwasserrückhaltung, ökologische Aspekte und der konkrete Nutzen für Lippstadt.
Im Anschluss an die Vorträge besteht die Möglichkeit, Fragen an die Referentinnen und Referenten zu stellen. Der offizielle Teil im Rathaus endet gegen 15.30 Uhr.
Ab etwa 15.45 Uhr schließen sich Führungen zum Hochwasserschutz vor Ort an. Unter der Leitung von Dana Niestroj, Holger Kulik (Bezirksregierung Arnsberg) und Heinrich Horstmann (Stadt Lippstadt) starten die Rundgänge an der Hochwassermarke an der Marienkirche.
Eine Anmeldung zur Veranstaltung ist bis zum 12. November 2025 per E-Mail an lippe(at)bra.nrw.de möglich.