Marienschule zu Besuch in Uden - Schulwallfahrt führt nach Kevelaer und Uden

|   Topthemen

Lippstadt. Eine etwas außergewöhnliche Schulwallfahrt unternahmen Eltern, Lehrer und Schüler der Marienschule Lippstadt: Die 21-köpfige Gruppe besuchte den Gnadenort Kevelaer und Uden in den Niederlanden - die Partnerstadt Lippstadts.

 

Während in der Vergangenheit für die jährliche Wallfahrt immer Orte oder besondere Wirkstätten, die mit Pauline von Mallinckrodt in Verbindung stehen, gewählt wurden, ging es dieses Mal nach Kevelaer - einem der meistbesuchten Wallfahrtsorte Deutschlands. Anschließend wurde die Stadt Uden besucht.

 

In Kevelaer besuchte die Pilgergruppe das Gnadenbild, das schon im Jahre 1642 die dortige Marienwallfahrt für viele Gemeinden des Rheinlands, der Niederlande und Belgien begründete. Dabei fand auch ein Wortgottesdienst in der dortigen Kerzenkapelle stattfand. Im Schatten der aufgereihten Kerzen, die die einzelnen Pfarreien bis heute nach Kevelaer bringen, reiht sich seit dem vergangenen Wochenende auch eine eigens von der Marienschule gestaltete Kerze ein. Auch ein Besuch der beeindruckenden Wallfahrtsbasilika durfte nicht fehlen, ehe es in einer kurzen Weiterfahrt nach Uden ging. Die etwa 40.000 Einwohner zählende Stadt in Nordbrabant pflegt seit 1971 eine Städtepartnerschaft mit dem heimischen Lippstadt. Über die Jahre waren Bürger aus Lippstadt als auch den Niederlanden immer wieder Gast in der Partnerstadt und erfuhren besondere Aspekte europäischer Begegnung.

 

Nach der Übernachtung erwarteten Vertreter der Stadt Uden die Lippstädter Pilgergruppe im Rathaus, um dort europäische Kontakte miteinander zu pflegen und zu vertiefen. Während einige der Teilnehmer in den vergangenen Jahrzehnten schon einmal in der niederländischen Stadt gewesen waren, offenbarte sich für die anderen eine vielseitige, mit alten und neuzeitlichen Bauten gezierte Stadt, die voller Lebendigkeit steckt und mit weitreichenden Einkaufsmöglichkeiten und einer guten Infrastruktur beeindruckt.

 

Bürgermeister Henk Hellegers begrüßte persönlich mit dem Partnerschaftskomitee die Lippstädter bei Kaffee und Kuchen und zeigte sich interessiert am Geschehen seiner Partnerstadt Lippstadt, insbesondere deren schulischer Struktur und Bildungsmöglichkeiten. Für die Marienschule überreichte der Geschichts- und Religionslehrer als Organisator der Schulwallfahrt ein Gastgeschenk aus Lippstadt und lud den Bürgermeister spontan zum Besuch der Marienschule in Lipperbruch ein, nicht ohne humorvoll anzumerken, dass „bei den vielen Besuchen der Lippstädter in den vergangenen Jahrzehnten wohl noch keine Gruppe zur „Wallfahrt“ nach Uden gekommen sei.“

 

Verantwortliche des Partnerschaftskomitees stellten bei einem Stadtrundgang Udens Sehenswürdigkeiten, wie das alte und neue Rathaus oder die beeindruckende „St. Petrus-Kerk“ vor. Für viele Teilnehmer des Stadtrundgangs war auch neu, dass Piet Mondrian, berühmter niederländischer Maler der klassischen Moderne, ein Jahr lang in Uden gelebt hatte.

 

Den Nachmittag verbrachten die Teilnehmer der Pilgergruppe im nahegelegenen s´Hertogenbosch. Hier bewunderte man die reichen Kunstwerke in einer der größten gotischen Kirchen der Niederlande, die in ihrer wechselvollen Geschichte sowohl katholische Domkirche als auch protestantische Gemeindekirche war. Ein Gottesdienst in der Sakramentskapelle der Kathedrale mit der Schulseelsorgerin und Gemeindereferentin Beate Sulk-Clasen beendete die zweitägige Unternehmung, in der europäische Begegnung und Unterwegssein im Glauben eine fruchtbare Verbindung eingegangen waren, die zu weiteren Aktivitäten in diesen Bereichen einlädt.  

 

Auf Wallfahrt nach Uden: Zu einer außergewöhnlichen Schulwallfahrt machten sich Schüler, Eltern und Lehrer der Marienschule auf. Foto: privat