Weiterbildung erfolgreich abgeschlossen - AG Mädchen bildet sich zum Thema Mobbing in der Schule weiter

|   Leben in Lippstadt

Lippstadt. Wie definiert sich eigentlich Mobbing? Was können Betroffene und Eltern tun? Mit diesen und weiteren Fragen hat sich die Arbeitsgemeinschaft Mädchen im Rahmen einer Fortbildung zum Thema Mobbing beschäftigt.

 

Referentin Michaela Leiber-Mestekemper, die eine Praxis für systemische Beratung, Coaching und Therapie führt, betonte, dass Prävention bereits in der Grundschule ansetzen müsse: In der zweiten Klasse würde statistisch am meisten gemobbt. Eltern sollten auf Warnzeichen achten, wie zum Beispiel, wenn das Kind sich auf einmal sozial zurückzieht, häufig Ausreden erfindet für angeblich zerstörte oder verloren gegangene Gegenstände und die Leistungen in der Schule stark abfallen.

 

Des Weiteren lernten die Teilnehmer, dass statistisch gesehen Jungen häufiger betroffen sind als Mädchen. Mädchen sind hingegen häufiger von Cybermobbing betroffen. Der Schwerpunkt der Fortbildung lag aber auf den Handlungsmöglichkeiten: Was ist zu tun, wenn Mobbing vorliegt? „Wir haben hier wertvolle Tipps erhalten, zum Beispiel, dass man grundsätzlich immer möglichst schnell und in Zusammenarbeit mit der Schule reagieren sollte“, erläutert Daniela Franken, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Lippstadt.

 

Neben dem Thema Mobbing stand auch der nächste Mädchenaktionstag zur Diskussion. Dieser wird am 16. November 2019 in der Conrad-Hansen-Musikschule stattfinden. Weitere interessierte Veranstalter können sich gerne bei der Gleichstellungsstelle unter der Telefonnummer 980-330 oder per Mail an gleichstellung@stadt-lippstadt.de melden.

 

Hintergrund

 

Der Arbeitsgemeinschaft Mädchen gehören die Arbeiterwohlfahrt mit dem Jugendmigrationsdienst, die Diakonie Ruhr-Hellweg, Schulsozialarbeit Lippe-Berufskolleg, die Evangelische Kirchengemeinde Lippstadt, der Jugendtreff Shalom, der INI Firmenverbund, der Sozialdienst katholischer Frauen, BWZ Juchaczstraße und das Familienzentrum am Stadtwald, der Sozialdienst Katholischer Männer, Treff am Park sowie dem Jugend- und Familienbüro (u. a. Mehrgenerationenhaus Mikado) an. Federführend geleitet wird die AG Mädchen von der Gleichstellungsstelle der Stadt Lippstadt.

 

Michaela Leiber-Mestekemper
Michaela Leiber-Mestekemper referierte in der Arbeitsgemeinschaft Mädchen zum Thema Mobbing. Foto: Stadt Lippstadt