20 Jahre Klimaschulen Lippstadt - Lippstädter Schulen engagieren sich für den Klimaschutz

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Lippstadt. Das Engagement hält weiter an: Bereits 1998 starteten die Lippstädter Schulen ihren Einsatz für den Klimaschutz, damals mit dem Energiesparprojekt „fifty-fifty“. „Der Name hat sich mittlerweile geändert, das Engagement der Schulen hält unvermindert an und wurde über die Jahre ausgebaut“, freut sich Beate Gramckow, Umweltberaterin bei der Stadt Lippstadt. Heute beteiligen sich 15 Schulstandorte am Projekt „Klimaschule Lippstadt“ und werden dabei von der Stadt Lippstadt aktiv unterstützt.

 

„Initiiert wird das Klimaprojekt von der Stadt Lippstadt in Zusammenarbeit mit dem e&u energiebüro aus Bielefeld“, erklärt Gramckow. Einmal jährlich treffen sich alle teilnehmenden Lippstädter Schulen zu einer Impulsveranstaltung, bei der aktuelle Informationen und Anregungen für die Arbeit in den Schulen gegeben wird. Außerdem  besteht die Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch. Ziel ist es, von den Erfahrungen der durchgeführten Projekte in den Schulen zu berichten und Tipps weiterzugeben.

 

In den vergangenen 20 Jahren wurden durch die Schulen zahlreiche Projekte umgesetzt: Da wurde mit Fahrrädern Energie erzeugt, mit CO2 Ampeln die Luftqualität im Klassenraum geprüft und sogenannte Energiedetektive waren regelmäßig im Einsatz. Diese Detektive gehen durch die Klassenzimmer und überprüfen das Energieverhalten der Mitschüler. Ist das Licht im leeren Klassenrasseraum aus, wird in den Pausen richtig gelüftet? Ist der Wasserhahn fest zugedreht? Wenn alles in Ordnung ist, lassen die Energie-Detektive einen fröhlichen Smiley zurück, andernfalls gibt es ein Strichgesicht mit heruntergezogenen Mundwinkeln. Darüber hinaus ist Klimaschutz Thema im Unterricht und in Klimakonferenzen.

 

„Auch die Hausmeister sind bei der Klimaschule mit im Boot und unterstützen die Klimaakteure in der Schule. So zeigt und erklärt der Hausmeister den Schülern die Heizungsanlage, liest Zählerstände ab, ermittelt die Verbräuche und hat stets ein offenes Ohr für die Fragen und Anregungen der Energiedetektive“, so Gramckow. Die städtischen Hausmeister werden regelmäßig in Seminaren zu technischen Neuerungen geschult und in den Gebäuden finden gemeinsam mit dem Energiebeauftragten der Stadt, Burkhard Alkemeier, Begehungen statt, um Energie-Einsparpotenziale zu entdecken. Da wird die Heizungseinstellung geprüft und bei Bedarf angepasst, Beleuchtung auf LED umgestellt oder der sinnvolle Einsatz von Bewegungsmeldern geprüft.

 

„Durch die starke Kontinuität der Schulen ist das Projekt Klimaschule Lippstadt weiterhin auf Erfolgskurs“, berichtet Beate Gramckow. Dabei stellen sich die Klimaschulen aktiv dem Wettbewerb und werden für Ihr verdientes Engagement jährlich durch den Bürgermeister mit „Bronze“, „Silber“ oder „Gold“ ausgezeichnet.

Bei den Impulsveranstaltungen werden aktuelle Informationen und Anregungen ausgetauscht und diskutiert. Foto: Stadt Lippstadt