Jugendtreffpunkte starten wieder - Kreative Übergangslösungen während der Schließungen

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Lippstadt. „Mikado to go“ lautete das Motto im Mehrgenerationenhaus Mikado in den vergangenen Wochen. Jeden Mittwoch konnten sich Kinder dort Spiele oder Bücher ausleihen. Da das Haus coronabedingt schließen musste, hatte Angela Rubino, Mitarbeiterin im Mikado, diese Aktion gestartet, um etwas gegen die aufkommende Langeweile bei den Kindern anbieten zu können. Zusätzlich gab es jede Woche eine neue Bastelaktion für zu Hause und ein Rätsel mit Gewinnmöglichkeit, das in der darauffolgenden Woche aufgelöst wurde. Auch in den anderen Lippstädter Jugendtreffpunkten gab es kreative Aktionen, um die Schließungszeit zu überbrücken. Dies reichte von der Telefonberatung im evangelischen Jugendtreff "Shalom" bis zu Bastelvideos per Instagram im "Treff am Park". 

 

Diese Übergangslösungen sind nun aber vorbei: Bei der Stadt Lippstadt traf jetzt der Erlass des Ministeriums ein, nach dem unter Auflagen auch die Jugendarbeit wieder starten kann. „Die Aktionen in den Treffs sind gut angekommen, aber ersetzen natürlich nicht den persönlichen Kontakt. Wir sind alle froh, dass es wieder losgeht", fasst Frank Osinski vom Fachdienst Kinder- und Jugendarbeit der Stadt Lippstadt die Stimmung in den Treffpunkten und Jugendgruppen zusammen. Bereits ab Mitte kommender Woche werden die ersten Freizeitstätten wieder öffnen. Die Einhaltung des Abstandsgebotes, besondere Zutrittsregelungen und sehr kleine Gruppen mit Teilnehmerlisten sind dabei die Rahmenbedingungen. Auch spezielle Hygienepläne und der Verzicht auf die Zubereitung von Speisen werden laut Osinski beim Start dazugehören. Nach und nach werden auch die kleineren Jugendgruppen und -treffs in den Lippstädter Ortsteilen wieder öffnen.

Gegen die Langeweile: Angela Rubino verleiht im Mikado Bücher und Spiele an Kinder. Foto: Stadt Lippstadt