Notos Quartett

Notos Quartett 7 © 2012 Notos Quartett
Kammerkonzert

Die Gattung Klavierquartett ist nicht unbedingt die prominenteste unter den Kammermusikbesetzungen, kann dafür aber auf eine bewegte Geschichte zurückblicken. Schon zu Mozarts Zeiten waren Kompositionen für Klavier mit Streichinstrumenten in Gebrauch, konzipiert in erster Linie als begleitete Klaviermusik für dilettierende Damen und vornehmlich zur gehobenen Unterhaltung. Sehr zum Verdruss seines Verlegers Franz Anton Hoffmeister hatte Mozart bei Bestellung diesbezüglich gänzlich andere Vorstellungen. Er setzte vielmehr auf ein Dialogisieren gleichberechtigter Partner. Das überforderte und wirkte sich negativ auf die Absatzzahlen aus. Hoffmeister zog die Reißleine und stieg aus dem Vertrag aus, obwohl Mozart bereits das zweite der drei in Auftrag gegebenen Quartette fertiggestellt hatte. Er verkaufte sogar die Druckplatten an seinen Konkurrenten.

Das Notos Quartett hat sich seit seiner Gründung 2007 mit sechs 1. Preisen sowie zahlreichen Sonderpreisen international ausgezeichnet, inzwischen weltweit etabliert.

Ein Zeitgenosse berichtete über eine der ersten Aufführungen des g-moll Quartetts im Wiener Journal des Luxus und der Moden von 1788: „Es kam vor einiger Zeit von ihm ein einzelnes Quadro für Clavier, Violine, Viola und Violoncello gestochen heraus, welches sehr künstlich (will sagen kunstvoll) gesetzt ist, im Vortrage die äußerste Präcision aller vier Stimmen erfordert, aber auch bey glücklicher Ausführung doch nur, wie es scheint, Kenner der Tonkunst in einer Musica di Camera vergnügen kann und soll [...]; dieses Mozartische Produkt aber ist wirklich kaum anzuhören, wenn es unter mittelmäßige Dilettanten-Hände fällt, und vernachläßigt vorgetragen wird. Welch ein Unterschied, wenn dieses vielbemeldete Kunstwerk von vier geschickten Musikern, die es wohl studiert haben, [...] höchst präcis vorgetragen wird!«

Quellen: www.kammermusikfuehrer.de; kammermusikkoeln.de; notosquartett.de

  1. A. Mozart: Klavierquartett in g-Moll, KV 478
  2. Françaix: Divertissement
  3. Fauré: Klavierquartett Nr. 2 in g-Moll, op. 45

Sindri Lederer, Violine

Andrea Burger, Viola

Philip Graham, Violoncello

Antonia Köster, Klavier

Termine

  • 17.09.22 18:00 Uhr