Vaughan Williams: A Sea Symphony

Chor- und Orchesterkonzert

Manuela Uhl, Sopran

Markus Krause, Bariton

Konzertchor Lippstadt

Konzertchor Wirges

Konzertchor des Städt. Musikvereins Hamm

Philharmonischer Chor Siegen

Gloucester Choral Society (England )

Leitung: Burkhard A. Schmitt

Mendelssohn Bartholdy: Meeresstille und glückliche Fahrt op. 27

Vaughan Williams: Songs of Travel

Vaughan Williams: Sinfonie Nr. 1 ("A Sea Symphony") für Sopran, Bariton, Chor und Orchester

Seekrank zu sein ist furchtbar, Flauten nicht minder. Goethe hatte 1787 auf der Überfahrt von Sizilien nach Italien erlebt, wie in absoluter Windstille sein Schiff hilflos den Felsen von Faraglioni entgegentrieb. Die rettende Brise kam dann doch irgendwann, aber das einschneidende Erlebnis musste er mit dem Gedichtpaar „Meerestille und Glückliche Fahrt“ in künstlerische Form gießen. Die kongeniale Vertonung Mendelssohns von 1828 ist umso erstaunlicher, als er bis zu diesem Zeitpunkt noch gar keine Schiffsreise gemacht hatte. Trotzdem gelang ihm eine äußerst plastische Darstellung der Windstille durch regungslose Akkorde des Orchesters, die sich allmählich zu Wellen kräuseln. Lediglich am Schluss erlaubte sich der Komponist aus dramaturgischen Gründen eine Abänderung, indem er die Ankunft im Hafen von Trompetenfanfaren begrüßen ließ.

Hierzulande kennt man den großen englischen Komponisten Ralph Vaughan Williams kaum, obwohl er wie Beethoven und Bruckner ganze 9 Sinfonien schrieb. Spätestens nach dem Tod Edward Elgars rückte er an die Spitze des Musiklebens seiner Heimat. Für seinen Erstling wählte er bewusst einen Stoff, der dem Selbstverständnis und Stolz des Empires als Eroberer der Weltmeere entsprach. Die Uraufführung 1910 seiner Sinfonie über Meer, Seefahrt und Seeleute brachte ihm von Publikum und Kritik viel Beifall ein. Wesentlich ist hier die durchgehende Beteiligung der menschlichen Stimme, die sich aus der langen Oratorientradition Englands herleitet. Als Grundlage wählte Vaughan Williams Texte des amerikanischen Dichters Walt Whitman aus dem Jahr 1855. Eine nationalistische Grundstimmung, wie sie wenige Jahre vor dem Ausbruch des ersten Weltkrieges zu erwarten wäre, ist jedoch nicht zu finden. Im Gegenteil wird immer wieder die universelle Verbundenheit aller Menschen besungen. Neben den Flaggen der einzelnen Nationen wird ein Banner auf dem Meer wehen, „ein geistig gewobenes Zeichen aller Nationen, das Bild des über den Tod erhabenen Menschen“.

Der berühmte Autor der „Schatzinsel“ Robert Louis Stevenson hat nach seinem Tod 1894 auf Samoa echte Kleinodien hinterlassen: eine Sammlung von 44 Gedichten mit dem Titel „Songs of Travel“. Vaughan Williams vertonte zwischen 1901 und 1904 neun von ihnen zu dem gleichnamigen Zyklus. Er wurde auch schon als „die englische Winterreise“ bezeichnet.

Die aus dem Bodenseeraum stammende Sopranistin Manuela Uhl hat in Salzburg, Zürich und Freiburg studiert und war zunächst an den Opernhäusern in Kiel und Karlsruhe, danach an der Deutschen Oper Berlin festes Ensemblemitglied. Gastengagements führten Manuela Uhl an viele bedeutende Opernhäuser und Konzertpodien. Von der Künstlerin liegen zahlreiche

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Foto: © René Achenbach

Termine

  • 26.03.22 18:00 Uhr