Sinfonietta Cracovia und Ramón Ortega Quero, Oboe

Mit Werken gingen Komponisten in der Barockzeit sehr viel unbekümmerter und pragmatischer um. Dem stünde heute die digitale Allverfügbarkeit eher entgegen. Jegliche Zweitverwertung fiele bei genauem Hinschauen auf. Bach hingegen war hierzu gezwungen, denn auch ein noch so genialer Kopf kann nicht auf Knopfdruck produzieren. Aus diesem Grunde griff er auf frühere Kompositionen zurück und richtete einige seiner Konzerte für Violine, Oboe und Oboe d’amore für das Cembalo ein. Während diese späteren Varianten als Cembalokonzerte überliefert wurden, sind die Originale bislang verschollen. Im Fall des Konzerts (BWV 1055) deutet vieles auf eine Oboe d’amore als Soloinstrument hin. „Back to the roots“ also, womit diese Fassung bei Ramón Ortega Quero in den besten Händen liegt. Er spielte sich in den letzten Jahren an die Weltspitze der Klassik-Solisten: Der zweifache ECHO-Klassik-Preisträger und Solo-Oboist des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks gilt heute als einer der spannendsten Musiker seiner Generation. Internationale Aufmerksamkeit zog Ortega auf sich, als er 2007 zum Ersten Preisträger beim ARD-Wettbewerb in München ausgerufen wurde. 2015 kehrte Ramón Ortega Quero zum 63. ARD-Musikwettbewerb an den Ausgangspunkt seiner Solistenkarriere zurück – diesmal als Juror im Fach Bläserquintett. Ramón Ortega Quero ist „Fellowship“-Preisträger des Borletti-Buitoni Trust in London.

Quellen: https://ramonortegaquero.com; www.barenreiter.co.uk

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Grzegorz Gerwazy Gorczycki: Ball Polonaise

Krzysztof Penderecki: Drei Stücke im alten Stil für Streicher

Felix Mendelsohn Bartholdy: Sinfonie für Streicher Nr.10 in h-Mol

J. S. Bach: Konzert für Oboe, Streicher und Basso continuo in C-Dur BWV 1055 u.a.

Foto: Sinfonietta Cracovia © Michal "Massa" Masior

Termine

  • 13.02.22 18:00 Uhr