Mozart pur

Paulus ZumbültAlexander Fedorov Mozart wija tomaszMozart IonisAndr+ © KhamasmieKonstantin Ingenpaß
Chor- und Orchesterkonzert

„Ah, lo previdi“, KV 272

Sinfonie A-Dur, KV 201

Tra l'oscure aus KV 469

„Exultate jubilate“, KV 165

Vesperae solennes de Confessore, KV 339, für Soli, Chor und Orchester

Marietta Zumbült, Sopran

Alexandra Ionis, Alt

Alexander Fedorov, Tenor

Konstantin Ingenpaß, Bass

Konzertchor Lippstadt

Konzertchor des Städt. Musikvereins Hamm

Philharmonischer Chor Siegen

Philharmonie Südwestfalen

Leitung: Burkhard A. Schmitt

Als Mozart seine erste Sinfonie schrieb, war er gerade mal acht Jahre alt. Seine letzte, die „Jupiter-Sinfonie“, vollendete er 1788. In der Zwischenzeit entstanden immerhin über 40 weitere Werke dieser Gattung. Ist er also ein Sinfoniker gewesen? Denkt man an Gustav Mahlers Diktum, eine Sinfonie schreiben heiße, „mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln eine Welt [zu] errichten“. Nach Mozarts Tod hatte Beethoven diese Gattung zu völlig neuen Ufern geführt. Seitdem ging es beim Schreiben einer Sinfonie nicht mehr nur um bloße Tonkunst. Erkenntnis, Offenbarung und „letzte Dinge“ sollten musikalischen Ausdruck finden – eine quasi religiöse Überhöhung. Und in diesem Punkt wird der fundamentale Unterschied zu den großen Sinfonikern wie Anton Bruckner oder eben Mahler deutlich. Im 18. Jahrhundert schrieb ein Komponist keine Bekenntnisse für die Ewigkeit. Er sah sich vornehmlich als Handwerker. Allerdings lässt sich am Mozartschen Schaffen eine Entwicklung von bloßer Unterhaltungskunst hin zu einem individuellen Ausdruck nachvollziehen. Als die A-Dur Sinfonie 1773 in Salzburg entstand, hatte er als 18-Jähriger sein sinfonisches Schaffen bereits zu rund drei Vierteln vorgelegt. In ihr überwiegt ein heiterer Charakter. Trotz kammermusikalischer Feinzeichnung entwickelt sie Impulsivität und eine bis dato ungewöhnliche Tiefe und Vergeistigung des sinfonischen Modells.

Das Laudate Dominum gehört zweifelsohne zu Mozarts bekanntesten Kirchenkompositionen. Da es gerne auch als Einzelsatz zur Aufführung gelangt, ist kaum bekannt, dass diese Psalm-Vertonung Teil einer viel größer angelegten Tonschöpfung ist. Er schrieb diese 1780 in seiner Funktion als Hofkomponist für den Salzburger Erzbischof Hieronymus von Colloredo. Die Vesperae solennes de Confessore entstanden für einen nicht näher bekannten feierlichen Vespergottesdienst im Salzburger Dom zum Fest eines Bekenners oder Heiligen. Mozarts persönliche Stimmungslage stand da schon nicht mehr zum Besten. Er litt an den einengenden Verhältnissen am Hofe. Schließlich eskalierte die Lage. Mozart forcierte sogar seine Kündigung, die mit dem legendären Fußtritt des erbosten Oberkämmerers des Fürsterzbischofs besiegelt und damit rechtskräftig wurde.

Quellen: www.swrmusic.de/pdf/93211_WD.pdf; https://duisburger-philharmoniker.de; www.mozart-w-a.de/; www.musicademy.de



Der Kartenverkauf beginnt am Montag, 8. Juli 2019.

Termine

  • 08.02.20 20:00 Uhr