Bach: Magnificat

Carola Göbel
Händel: Dettinger Te Deum

Chor- und Orchesterkonzert

Hanna Ramminger, Sopran

Ileana Mateescu, Mezzo-Sopran

Carola Göbel, Alt

NN, Tenor

Jens Hamann, Bass

Daniel Tappe, Orgel

Konzertchor Lippstadt

Folkwang Kammerorchester Essen

Leitung: Burkhard A. Schmitt

Um 16.45 Uhr wird eine kostenlose Konzerteinführung im Foyer des Ostendorf-Gymnasiums angeboten.

Über die Macht der Musik ist viel geschrieben worden. Sie überwindet Grenzen, mindestens ebenso häufig polarisiert sie aber auch. Man denke nur an den "Glaubensstreit" der 1960er Jahre. Teenager positionierten sich damals: entweder man war Fan der Beatles oder der Rolling Stones. Nicht ganz so heißblütig kommt die Rivalität der orthodoxen Bach-Bewunderer und hartgesottener Händel-Fans daher, wenn es um das Ranking in der ewigen Bestenliste der Musikgeschichte geht. Dass Georg Friedrich Händel im Laufe seines Lebens mehr komponiert habe als Bach und Beethoven zusammen, wird gemeinhin kolportiert. Aber besagt der Hinweis auf die zweifelsohne staunenswerte Quantität etwas über die Qualität? Auf den ersten Blick vielleicht nicht. Aber mit einem genaueren auf die jeweiligen Lebensverhältnisse der beiden Barock-Genies schon. Überspitzt gesagt: Bach lebte dank seiner Funktion als Thomas-Kantor in gesicherten Verhältnissen. Zwar verlangten die Vorgaben regelmäßig Neues, aber Bach konnte im gewissen Rahmen schreiben, was er wollte. Das Publikum war wegen des Gottesdienstes da und konnte nicht einfach weglaufen. Händel hingegen musste sich immer nach der Decke strecken. Er war abhängig vom Publikum, ein Bankrott hing immer wie ein Damoklesschwert über ihm. Daher schrieb er auch wesentlich kundenorientierter, angepasst an die jeweiligen Vorlieben seiner Auftraggeber, mit einer Schnelligkeit, die nur begreifbar ist, wenn man nicht mehr nachzudenken braucht. Ganze Opern und Oratorien in nur einem Monat! Bei einem solchen Output verwundert es, dass die Qualität Händelscher Werke gleichbleibend hoch und darunter nicht mehr Ausschuss zu finden ist.

Durch die Gegenüberstellung der beiden Werke des Abends kann man entlang der Geschmacks-Demarkationslinie erneut seine Position beziehen - falls das überhaupt nötig sein wird.

Quelle: www.abendblatt.de

Abonnementbuchungen sind ab sofort möglich.

Der Kartenverkauf beginnt am Montag, 9. Juli 2018.

 

Wegen der laufenden Theatersanierung findet dieses Konzert in der Elisabethkirche statt.

Termine

  • 16.12.18 18:00 Uhr