Trio Con Brio Copenhagen

Trio con Brio
Kammerkonzert

Soo-Jin Hong, Violine

Soo-Kyung Hong, Violoncello

Jens Elvekjaer, Klavier

Sörensen: Klaviertrio "Phantasmagoria"

Schostakowitsch: Klaviertrio e-Moll op. 67

Mendelssohn: Klaviertrio d-Moll op. 49

Spätestens mit dem Gewinn des ARD Wettbewerbs München und des 1. Preises des Dänischen Rundfunkwettbewerbs im Jahr 2002 gelang dem Trio con Brio Copenhagen der internationale Durchbruch. 2003 folgten erste Preise beim renommierten Premio Vittorio Gui Florenz und beim Trondheim Kammermusikwettbewerb, außerdem erhielt das Trio im selben Jahr den Allianz-Preis der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern. Zwei Jahre später erlangten sie durch den Kalichstein-Laredo-Robinson International Piano Trio Award auch in den USA breite Aufmerksamkeit. 2015 erhielt das Trio in Würdigung seiner außergewöhnlichen künstlerischen Leistungen den "P2 Kunstnerpris" des Dänischen Rundfunks. Das Ensemble spielt heute eine zentrale Rolle in Skandinaviens Neuer-Musik-Szene. Prominente dänische Komponisten, wie Per Nørgård oder Bent Sørensen schrieben und widmeten Werke für sie.

Sørensens Trio mit dem verstörenden Titel "Phantasmagorie" begann ursprünglich mit einem kleinen Stück für Cello und Klavier, dessen Klangmaterial jetzt Teil des Schlusssatzes ist. Nach der Neukomposition des Satzes für Klaviertrio, arbeitete er sich rückwärts über einen dritten Satz hin zum Anfang des Werks. Alle Sätze thematisieren das Thema Schatten. Alles, Musik, Stimmen, Instrumente erscheinen als Schattenspiel hintereinander. Unter seinen Inspirationsquellen erwähnt der Komponist ein gotisches Bild. Es zeigt eine nächtliche Ruine, von der nur noch vage Konturen zu erkennen sind. An den Trümmern ist die ursprüngliche architektonische Klarheit kaum noch ablesbar, ein Umstand, der durch das dämmrige Licht noch verstärkt wird. Es handelt sich also um eine Art doppelte Unschärfe. Sørensen schuf eine Klangwelt, die Reste traditioneller Melodik als Erinnerungen beschwört. Bewegungen verdichten sich zu einer dämmerigen Musikdichtung ersten Ranges, etwa wenn alle drei Instrumente zu einem zurückhaltenden hymnischen Tremolo verschmelzen. Das ist Musik, die jeden Moment wie ein Nebelhauch weggeweht werden könnte und so an die Vergänglichkeit menschlicher Existenz gemahnt.

Quellen: www.heidelberger-fruehling.de; www.musicsalesclassical.com;www.dacapo-records.dk/en; www.kulturverein-gruenstadt.de

Abonnementbuchungen sind ab sofort möglich.

Der Kartenverkauf beginnt am Montag, 9. Juli 2018.

Termine

  • 17.11.18 18:00 Uhr