Beethoven Duo

Kammerkonzert

Fjodor Elesin, Violoncello

Kateryna Titova, Klavier

Beethoven: Cello-Sonate Nr. 2 g-Moll, op. 5/2

Piazzolla: Le grand Tango

Schostakowitsch: Cello-Sonate d-Moll, op. 40

Nach vielen Jahren mit der Pianistin Alina Kabanova tritt das Beethoven-Duo nun in veränderter Besetzung auf. Neue Klavierpartnerin des Ausnahme-Cellisten Fjodor Elesin ist die als Solistin und Kammermusikerin international gefragte Kateryna Titova. Beide Künstler wurden bisher mit zusammengerechnet 32 (!) nationalen und internationalen Preisen bedacht, was neben der völligen technischen Beherrschung ihrer Instrumente nicht zuletzt an ihrer charismatischen Ausstrahlung liegt. Die Namensgebung des Duos setzt nicht allein auf die Zugkraft des großen Komponistennamens. Beethoven war es, der das Konzept der Gleichberechtigung von Cello und Klavier in seinen Sonaten Schritt für Schritt verwirklichte. Ausgehend von Beethovens früher Sonate op. 5/2, zeigt sich diese Gleichberechtigung in unterschiedlichster Ausprägung: vom leidenschaftlich-melancholischen Grand Tango von Astor Piazzolla hin zur bisweilen ins Groteske verzerrten Sonate Dmitri Schostakowitschs.

1934, als sich nach zwei Jahren kurzen Tauwetters die politische Großwetterlage in der Sowjetunion radikal veränderte, waren zunehmend auch Künstler von Repressalien betroffen. 1936 erreichte der Terror seinen Höhepunkt. Es kam zu Deportationen und Massenhinrichtungen. In diesem Klima entstand die d-Moll Sonate Schostakowitschs, die möglicherweise in einer bewusst moderateren, folkloristisch angehauchten Tonsprache gehalten ist, um den Anforderungen der neuen Zeit zu entsprechen. Dennoch befand sie sich stilistisch in einem Feld, das von Stalin und seinen Kulturideologen zum „formalistischen“ Sperrgebiet ausgerufen worden war. 1936 erschien der „Prawda“-Artikel „Chaos statt Musik“, dessen vernichtende Wirkung nicht lange auf sich warten ließ. Die Sonate, sein erster kammermusikalischer Erfolg, wurde ebenso wie die Oper „Macbeth“ vom Komponistenverband und der Öffentlichkeit geächtet. Täglich musste der Komponist nun mit dem Schlimmsten rechnen und schlief nur noch vollständig bekleidet und mit gepackten Koffern.

Quellen: www.ars-produktion.de/; www.rondomagazin.de/

Der Kartenverkauf beginnt am Montag, 8. Juli 2019.

Termine

  • 08.03.20 18:00 Uhr