Johann Sebastian Bach: Passionskantaten

Konzertchor Lippstadt
Chor- und Orchesterkonzert

Nr. 56: "Ich will den Kreuzstab gerne tragen"

Nr. 22: "Jesus nahm zu sich die Zwölfe"

Nr. 159: "Sehet, wir gehn hinauf gen Jerusalem"

Gesangssolisten

Konzertchor Lippstadt

Folkwang Kammerorchester Essen

Leitung: Burkhard A. Schmitt

Das Folkwang Kammerorchester Essen feiert 2018 sein sechzigjähriges Bestehen. Seitdem wird die Gründungsidee, Abschlussstudenten auf professionellem Niveau in das Berufsleben zu begleiten, konsequent und mit großem Erfolg weitergeführt. Inzwischen fanden über 600 Musiker in Opern- und Konzertorchester im In- und Ausland feste Stellen. Das Höchstalter beträgt 35 Jahre. Ein festes Engagement erhalten ausschließlich Streicher. Zusätzliche Musiker werden projektweise je nach Besetzung der aufgeführten Werke verpflichtet. Für die herausragende Qualität des Ensembles sprechen zahlreiche Gastspiele im In- und Ausland. Auf der Liste der Gastsolisten finden sich so renommierte Namen wie Sabine Meyer, Christoph Eschenbach, Christian Tetzlaff, Vadim Repin, Maria Kliegel, Nils Mönkemeyer. Um in den Genuss einer solch hochqualitativen Fördermaßnahme zu kommen, müssen Absolventen und Studierende nordrhein-westfälischer Musikhochschulen allerdings ein strenges Auswahlverfahren sowie Probespiele durchlaufen.

Auch Johann Sebastian Bach ging es weiland 1772 bei der Bewerbung um die Stelle als Thomaskantor kaum besser. Nach dem Tod des Vorgängers Johann Kuhnau bewarben sich die Stars der damaligen Musikszene um freie Stelle: Georg Philipp Telemann zuförderst, sodann Christoph Graupner, Johann Friedrich Fasch und Georg Balthasar Schott. Als Probestück legte Bach die Kantate "Jesus nahm zu sich die Zwölfe" vor. Allerdings ging er nicht als Favorit ins Rennen, da ihm nach Meinung der Leipziger Kommission infolge des nicht vorhandenen Universitätsstudiums der akademische Schliff fehle. Telemann stellte als erste Wahl zwar etliche Forderungen, denen man auch entsprechen wollte. Er sagte dennoch ab, da der Hamburger Rat sein Abwandern im letzten Moment durch eine Gehaltserhöhung verhindern konnte. Nun traten die Leipziger auf Graupner zu, der immerhin selbst Thomasschüler gewesen und Unterricht bei Kuhnau erhalten hatte. Der Darmstädter Kapellmeister war wohl auch nicht abgeneigt, doch sein Dienstherr Moritz Landgraf von Hessen hatte letztlich das bessere Argument in Form einer erheblichen Lohnzulage auf seiner Seite. Von den verbleibenden Kandidaten war man nicht sonderlich begeistert, was den Leipziger Ratsherrn Abraham Christoph Plaz zu der Bemerkung veranlasste: "Da man nun die Besten nicht bekommen könne, so müße man mittlere nehmen" - eine (Fehl-)Einschätzung, mit der Plaz selbst Eingang in die Musikgeschichte fand.

Quellen: www.folkwang-kammerorchester.de; https://www.mdr.de; https://www.telemann2017.eu

Dauer: ca. 75 Minuten - keine Pause

Wegen der laufenden Theatersanierung findet dieses Konzert in der Elisabethkirche statt.

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