Netzwerke im Kinderschutz

Kinderschutz kann nur gelingen, wenn diejenigen, die mit Kindern beruflich zu tun haben, Anzeichen von Gefährdungen frühzeitig wahrnehmen, erkennen und handeln.

Die ganzheitliche Sicht auf die Bedürfnisse und Rechte von Kindern und Jugendlichen setzt eine Verantwortungsgemeinschaft voraus. Kinderschutz ist nicht mehr nur allein die Aufgabe der Jugendämter, sondern eine gemeinsame Verpflichtung aller Berufsgruppen und Einrichtungen, die mit Kindern und Jugendlichen in Kontakt kommen. Eine gute Vernetzung der Einrichtungen und Dienste kann den Kinderschutz erheblich verbessern.

Hebammen, Krankenschwestern- und -pfleger, Ärzt/innen, Krankenhäuser, Einrichtungen und Dienste der öffentlichen und freien Jugendhilfe, Gesundheits- und Sozialämter, Sozialämter, Schulen, Kindergärten, Polizei- und Ordnungsbehörden, Krankenhäuser, Schwangerschaftsberatungsstellen u. a. - sie alle haben in ihrer Arbeit auch mit Kindern und (werdenden) Eltern zu tun.
 
Netzwerke organisieren und sichern den fachlichen Austausch, die Zusammenarbeit und ihre stete Verbesserung. Angebote, besonders für Familien in belasteten Situationen, können gemeinsam geplant werden. 

Ziele der Netzwerkarbeit in Lippstadt sind:

  • das frühzeitige Erkennen von Risiken und Belastungen,
  • Entwicklung und Etablierung präventiver Maßnahmen (Lücken schließen) zum Schutz von jungen Menschen bis zum 18. Lebensjahr,
  • ein hohes Maß an gegenseitiger Transparenz bei dem Austausch von Angeboten, Arbeitsweisen und rechtlichen Grenzen,
  • die Sicherung von Übergängen (z. B. Kindergarten - Schule)  und
  • die Festlegung verbindlicher und einheitlicher Abläufe.


In Lippstadt gibt es folgende Netzwerke im Kinderschutz:

·     Frühe Hilfen
·     Psychische Erkrankungen und Sucht
·     Häusliche Gewalt und Kinderschutz

Der Jugendhilfeausschuss der Stadt Lippstadt hat in seiner Sitzung am 20.01.2016 „Handlungsempfehlungen zur Umsetzung der Bestimmungen des Bundeskinderschutzgesetzes zum Aufbau von Netzwerkstrukturen im Kreisgebiet Soest für die Stadt Lippstadt" beschlossen (siehe Download).

 

Eltern von Kindern mit einer psychischen Erkrankung oder einer Suchtmittelabhängigkeit sind oftmals nur bedingt in der Lage, die Bedürfnisse ihrer Kinder zu erkennen.


 
Downloads zu dieser Seite:
Handlungsempfehlungen Netzwerk      [pdf, 694,19 Kilobyte]