Straffälligkeit von Kindern u. Jugendlichen

Wer eine Straftat begeht oder verdächtigt wird, muss damit rechnen, dass gegen ihn ein Strafverfahren eingeleitet wird.

Für Jugendliche zwischen 14 und 17 Jahren gilt das Jugendgerichtsgesetz. Junge Erwachsene können nach allgemeinem Strafrecht oder Jugendstrafrecht verurteilt werden.

Bei Jugendlichen und jungen Heranwachsenden steht nicht allein die Straftat im Vordergrund, sondern die jeweilige Lebenssituation. Die Jugendhilfe im Strafverfahren bietet vor, während und nach dem Strafverfahren sozialpädagogische Hilfe an.

Die Mitarbeiter/innen der Jugendhilfe im Strafverfahren beraten und begleiten Jugendliche und Heranwachsende im gesamten Verlauf des Verfahrens. Sie

 

  • sind Ansprechpartner auch für Eltern und Freunde.
  • geben Hilfestellung bei Problemen mit der Familie, Freundschaft, Wohnung und Ausbildung.
  • begleiten die Jugendlichen und Heranwachsenden zur Gerichtsverhandlung.


Wird ein/e Jugendliche/r oder junge/r Erwachsene/r einer Straftat beschuldigt, erhält die Jugendhilfe im Strafverfahren gemäß den gesetzlichen Bestimmungen eine Mitteilung. Sie lädt den jungen Menschen zum Gespräch ein oder besucht ihn zu Hause. In diesem Gespräch lernt sie die Lebenssituation des jungen Menschen kennen.

Das Jugendgericht bezieht die Lebenssituation der jungen Menschen in seine Entscheidung ein. Die Jugendhilfe im Strafverfahren bietet dem Jugendgericht in der Verhandlung durch ihre Stellungnahme eine wichtige Entscheidungshilfe bei der Urteilsfindung.

Wenn Jugendliche oder junge Erwachsene die Einleitung eines Strafverfahrens erwarten, so können sie sich auch aus Eigeninitiative an die Mitarbeiter/Innen der Jugendhilfe im Strafverfahren wenden.