LiFaBI Lippstädter FamilienbegleiterInnen

LiFaBI Lippstädter FamilienbegleiterInnen - ein spannendes Ehrenamt!

Was sind LiFaBI?

Lippstädter FamilienbegleiterInnen sind engagierte Menschen in Lippstadt, die sich ehrenamtlich für Familien einsetzen, sie begleiten und unterstützen.
Die LiFaBI werden passgenau in Familien vermittelt, nachdem sie für ihre Aufgaben geschult und qualifiziert wurden.

Warum LiFaBI?

Die Herausforderungen an Familien haben in den letzten Jahren zugenommen. Familiäre und nachbarschaftliche Netzwerke und Unterstützung sind immer weniger vorhanden. So sind viele Familien - und besonders junge Familien - auf sich selbst gestellt.

Wie werden LiFaBI eingesetzt?

Der SkF e. V. Lippstadt lernt in seinen Beratungsdiensten Familien kennen, die Unterstützung benötigen und die Zusammenarbeit mit LiFaBI wünschen. Die Vermittlung erfolgt möglichst passgenau und nach einer Kennenlernphase entscheiden sich beide Seiten, ob, zu welchem Thema und wie zeitlich umfangreich sie zusammenarbeiten möchten.

 

Zwei Beispiele:

Eine LiFaBI kümmert sich seit September 2014 um eine junge alleinerziehende Mutter. Die Zusammenarbeit begann vor dem Hintergrund, dass die junge Mutter viel Kraft und Energie verloren hatte, da sie sich rund um die Uhr um ihren kleinen Sohn kümmerte, der beim Kennenlernen der LiFaBI auch erst 2 Monate alt war. Die junge Mutter brauchte unbedingt mal wieder ein wenig Zeit für sich. Da die eigene Familie für sie nicht greifbar war, kam die Unterstützung durch die LiFaBI genau zur richtigen Zeit.
Beide Frauen lernten sich in den Räumlichkeiten des SkF e. V. Lippstadt (Sozialdienst katholischer Frauen) kennen und tauschten erste Informationen aus. Sie beschlossen anschließend, einen gemeinsamen Spaziergang zum besseren Kennenlernen zu unternehmen und damit war der Anfang gemacht. Im Folgenden vereinbarten die LiFaBI und die Mutter genaue Zeiten und Aufgaben für ihre zukünftige Zusammenarbeit.
Inzwischen ist der kleine Sohn fast ein Jahr alt und die LiFaBI kommt in der Regel einmal die Woche für ca. 3 Stunden und kümmert sich um ihn. In der Zeit kann die Mutter Einkäufe erledigen, Termine wahrnehmen, aber auch Treffen mit Freunden sind möglich. Mit Hilfe der LiFaBI besteht die Möglichkeit, Sorgen und Fragen miteinander auszutauschen und zu besprechen. Die Zusammenarbeit beider Frauen hat sich in ein gutes vertrauensvolles Miteinander entwickelt, was Beide nicht mehr missen wollen. Für die LiFaBI ist es sehr schön, den kleinen Jungen mit aufwachsen zu sehen und eigene Erfahrungen und Kenntnisse weitergeben zu können und das Gefühl gebraucht zu werden, ist für sie nicht Pflicht, sondern Freude. Die junge Mutter empfindet durch die LiFaBI eine Entlastung im Alltag und hat ein gutes Gefühl, dass jemand da ist, der auch in schwierigen Situationen helfen kann.

 

2. Beispiel:

Eine weitere LiFaBI unterstützt zwei syrische Familien bei ihrem Neuanfang in Deutschland. Anfangs lebten alle Mitglieder der 2 Familien zusammen in sehr beengten Verhältnissen, was für die Familienmitglieder nur schwer auszuhalten war und somit stand gerade auch die Wohnungssuche als gemeinsame Aufgabe für die LiFaBI und die syrischen Familien mit an erster Stelle. Damit einher gingen natürlich auch die dringenden Anträge an das zuständige Jobcenter, um die Grundversorgung der Familien zu gewährleisten. Der Anfang war nicht einfach. Sprache und administrative Vorgaben mussten überwunden werden. Oftmals brauchte es mehrere Anläufe, um an die richtigen Stellen und entsprechenden Informationen zu kommen. Die LiFaBI begleitete diese Wege mit großem Engagement und Einsatz und so haben beide Familien inzwischen schon sehr viel erreichen können.
Sie wohnen jetzt in jeweils eigenen Wohnungen und die Grundversorgung durch das Jobcenter ist gewährleistet. Die Männer der Familien können die Deutschkurse an der VHS besuchen, während die Frauen das Sprachangebot in der kirchlichen Gemeinde nutzen. Für die Kinder konnten altersentsprechende Betreuungsangebote gefunden werden und es fand auch schon die Taufe des jüngsten Familienmitglieds statt. Langsam sind die Familien in Deutschland angekommen, finden sich zurecht und können auch selbständiger agieren. In schwierigen Fragen haben sie immer noch die Möglichkeit, sich an die LiFaBI zu wenden. Für die LiFaBI selber waren es anfangs intensive Wochen und Monate. Sie lernte selber noch so manches dazu und bekam einen Einblick in eine ganz andere Kultur. Inzwischen hat sie ein gutes Gefühl, wenn die Familien viele der Wege alleine gehen und sie sich ein Stück weit zurückziehen kann.

 

Für das Projket LiFaBI werden gesucht: 

Menschen, die …
> sich ehrenamtlich engagieren wollen
> offen sind für andere Menschen und andere Lebenskonzepte
> das Leitbild des SkF mittragen
> selber definieren, wie viel Zeit sie einbringen können und wollen
> sich gern fortbilden möchten und interessiert sind an gesellschaftlichen Fragestellungen

 

Das Projekt bietet:

  • ausführliche Information und
  • Vorbereitung der InteressentInnen auf die neuen Aufgaben durch eine thematisch weit gefächerte Schulung


Inhalte sind:
- pädagogische Fragen
- (früh-)kindliche Entwicklung
- rechtliche Fragen
- Sozialhilferecht
- methodische Ansätze

Der SkF e. V. Lippstadt begleitet LiFaBI während ihrer Zusammenarbeit mit der Familie und stehen kontinuierlich für deren Fragen zur Verfügung. Fortbildungsangebote und kollegiale Beratung ggf. Supervision runden das Angebot ab. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem unten aufgeführten Link.

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