Schnitzen mit dem Taschenmesser lernen

Taschenmesser-Diplom für Teilnehmer an Ferienspaß-angebot

Lippstadt. "Wer schnitzt, der sitzt" - diese Regel mussten die Teilnehmer des Kurses zum sogenannten Taschenmesserdiplom im Grünen Winkel ganz zu Anfang lernen. Unter der fachkundigen Anleitung von Christina Wulf und Frank Osinski vom städtischen Jugend- und Familienbüro lernten die Kinder und Jugendlichen den sicheren Umgang mit dem Taschenmesser und schnitzten aus einem Ast einen kleinen Zwerg.

 

"Wir mussten direkt zwei Kurse anbieten, denn die Nachfrage war groß", berichtet Frank Osinski. Neben den Sicherheitsregeln wurden mit den Kindern die Haltung des Messers und die unterschiedlichen Schnitztechniken vom ziehenden Schnitt bis zum daumengestützten Stoppschnitt eingeübt. Zum Schluss musste dann aus einem Haselast ein Zwerg geschnitzt werden - unter Anwendung aller gelernten Regeln und Techniken. Dafür gab es dann das Taschenmesserdiplom, das ursprünglich von dem Taschenmesserpädagogen Felix Immler und dem Hersteller der berühmten Schweizer Messer entwickelt wurde.

 

"Wir möchten Kindern und vor allem Eltern die Angst vor dem Taschenmesser nehmen. Richtig benutzt, ist das Schnitzen mit dem Taschenmesser eine wunderbare Freizeitbeschäftigung, bei der Motorik, Ausdauer und Kreativität gefördert werden", fasst Christina Wulf  den Grund für das neue Ferienspaßangebot zusammen. Einige Sicherheitsregeln klingen dabei durchaus überraschend: Zum Beispiel sollte ein Messer auch für Kinder immer geschärft sein. Grund ist die höhere Unfallgefahr beim Schnitzen mit stumpfer Klinge, die oft abrutscht. Dementsprechend konnten die Teilnehmer direkt das fachgerechte Schärfen mit einem Wetzstahl ausprobieren können. Dank der Sicherheitsregeln und der fachkundigen Anleitung gab es auch keine Verletzungen bei der Aktion.

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