Die Glasmenagerie

Eine rührende Familiengeschichte mit Anna und Nellie Thalbach

Lippstadt. Drei Generationen - eine Leidenschaft: Katharina Thalbach führt Regie und Anna und Nellie Thalbach sind als Schauspielerinnen auf der Bühne zu erleben.

Nachdem schon Katharina Thalbach mit vier Jahren Theaterluft schnupperte, wuchs auch ihre Tochter Anna am Theater auf. Folgerichtig trat mit Nellie Thalbach auch die dritte Generation früh in die Fußstapfen von Mutter und Großmutter.

Die drei Thalbach-Künstlerinnen haben schon in verschiedenen Inszenierungen gemeinsam auf der Bühne gestanden. In "Die Glasmenagerie" am 25. Februar in Lippstadt sind es nun Anna und Nellie, die auch auf der Bühne Mutter und Tochter verkörpern.

                                                       

Amerika in den 1930er-Jahren: Es ist die Zeit der Großen Depression. Amanda Wingfield lebt mit ihren beiden erwachsenen Kindern Tom und Laura in einer kleinen Wohnung in St. Louis. Seit dem Verschwinden des Vaters sind die drei ganz auf sich allein gestellt - zurück geblieben sind nur sein Foto und ein Grammophon. Der Tristesse des ärmlichen Alltags entflieht jedes Familienmitglied auf seine eigene traumwandlerische Art und Weise: Mutter Amanda schwärmt von ihrer Jugend und einer verlorenen Zeit, in der sie gesellschaftlich anerkannt war. Sohn Tom arbeitet in einer Lagerhalle, verbringt aber jede freie Minute im Kino und schreibt heimlich Gedichte. Tochter Laura, die so schüchtern ist, dass sie sich kaum vor die Tür traut, widmet sich ganz ihrer Sammlung zerbrechlicher Glastiere - ihrer Glasmenagerie, die sie ihr eigenes Leben vergessen lässt.

Mit Jim O?Connor, Toms Arbeitskollegen, zieht die Realität in das Leben der Familie ein. Für Mutter Amanda wäre er der ideale Heiratskandidat für Laura, doch nach anfänglicher Annäherung der beiden zerbricht nicht nur eines von Lauras geliebten Glastierchen, sondern auch der Traum, dass alles möglich gewesen wäre ?

 

Mit dem Familiendrama "Die Glasmenagerie" gelang dem Schriftsteller Tennessee Williams 1944 der große Durchbruch. Wie viele seiner Werke enthielt auch "Die Glasmenagerie" starke biographische Züge. Tennessee Williams, der weitere berühmte Dramen wie "Endstation Sehnsucht" oder "Die Katze auf dem heißen Blechdach" verfasste, wurde mit zwei Pulitzer-Preisen ausgezeichnet.

 

Die Presse urteilte:

 

"Thalbach nimmt "Die Glasmenagerie" so zart und fürsorglich in die Hand, wie es sich für die kleinen gläsernen Tiere gehört? mit ihrer leichten, trotz aller Melancholie und Tristesse immer heiter aufgelockerten Erzählweise macht es Katharina Thalbach durchsichtig für den Schmerz und offen für die Verzweiflung." (Berliner Zeitung)

 

"? zwei Stunden Theaterverzauberung mit bittersüßem Seufzer." (B.Z.)

 

"Dass Anna und Nellie Thalbach in den Rollen von Amanda und Laura auch im wahren Leben Mutter und Tochter sind, macht ihre Beziehung in dieser Tristesse der zersplitternden Träume fraglos, zusätzlich anrührend." (Berliner Morgenpost)

 

"Anna Thalbach spielt diese Amanda mit immenser Energie, rauchiger Stimme und hier und da einem erholsamen Hang zum Komödiantischen. ? [Nellie] Thalbach zeigt die stumme Verzweiflung ihrer Figur mit solch zarter Hingabe, dass nie ganz klar wird, ob wirklich die arme Laura verrückt ist - oder nicht eher die Welt um sie herum." (Tagesspiegel)

 

" ? Verve, Witz und viel Poesie. Es ist berührend, wie hier im Kerzenschein hinter der Komik heimtückisch die Einsamkeit und Melancholie lauert." (Berliner Morgenpost)

 

von Tennessee Williams

Regie: Katharina Thalbach

mit Anna Thalbach, Nellie Thalbach u.a.

Komödie am Kurfürstendamm, Berlin

 

Zu dieser Veranstaltung gibt es eine Stückeinführung mit Linda Keil.

18.15 Uhr im Zuschauerraum

 

Termin: Sonntag, 25. Februar 2018, 19 Uhr

 

Ort: Stadttheater Lippstadt

 

Preise: Euro  24,- / 22,- / 19,- / ermäßigt: Euro  12,- / 11,- / 9,50

 

Dauer: ca. 2,5 Stunden inkl. Pause

 

Veranstalter: KWL Kultur und Werbung Lippstadt GmbH

 

Kartenverkauf: Kulturinformation Lippstadt im Rathaus, Lange Str. 14, 59555 Lippstadt, Tel. (0 29 41) 5 85 11, post@kulturinfo-lippstadt.de; Mo - Fr 10 - 18 Uhr, Sa 10 - 14 Uhr

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