"Ein Traum ist wahr geworden"

Offizielle Einweihung der Gesamtschule Lippstadt

Lippstadt. Schlüsselübergabe an der Ulmenstraße: Mit einem Festakt ist am vergangenen Freitag die Städtische Gesamtschule Lippstadt offiziell eingeweiht worden. Politische Vertreter, Architekten und Planer, Vertreter beteiligter Firmen, Mitwirkende aus Schule und Verwaltung, Nachbarn sowie Vertreter von Eltern- und Schülerschaft - sie alle waren geladen, um den offiziellen Akt der Gebäudeeröffnung und -übergabe mitzuerleben. Ihnen allen sprach Bürgermeister Christof Sommer seinen Dank und seine Anerkennung aus für die Begleitung und Umsetzung eines Projektes, das in dieser Größenordnung in Lippstadt seinesgleichen sucht. "Sie sehen hier das Ergebnis einer wirklich großartigen Zusammenarbeit von vielen Beteiligten, die das Projekt zu "ihrem" Projekt gemacht haben und mit viel Engagement und Herzblut bei der Sache waren", lobte Sommer.

Die Grundlage hatte der Rat mit seiner Entscheidung zum Bau einer Gesamtschule am Standort Ulmenstraße im Juli 2013 getroffen. 548 Architekturbüros hatten sich seinerzeit im Rahmen des Wettbewerbs beworben, nur 25 waren am Ende aufgefordert worden, einen Entwurf einzureichen. Am Ende sollte es das Büro Swiatkowski und Suerkemper sein, das - wie Bürgermeister Sommer sagte - "nicht nur mit seiner Idee überzeugen konnte, sondern auch heute nach der Fertigstellung begeistert." Und in der Tat - auch wenn der Schulbetrieb bereits seit Ende August im Gange ist, so hat das Gebäude noch nichts von seinem außergewöhnlichen und besonderen Eindruck verloren.

"Ein Traum ist wahr geworden", brachte es daher auch Schulleiter Ludger Montag auf den Punkt. Bei seiner "Reise" durch die Geschichte der Gesamtschule, die bereits seit 2010 in Lippstadt besteht, betonte er das "große Glück", das man gehabt habe, eine Gesamtschule in Lippstadt einrichten zu können und diese nun in einem Gebäude beheimatet zu wissen, das in seiner Architektur den pädagogischen Zielen der Schule folgt. Das besondere Zusammenspiel von Pädagogik und Architektur in dem neuen Gesamtschulgebäude betonten auch Bürgermeister Christof Sommer und der zuständige Dezernent der Bezirksregierung,  Manfred Zingler. Letzterer zitierte das Leitbild der Schule, die sich als "Lern-, Lebens- und Arbeitsraum" versteht und verwies nach Schülern und Lehrern auf den Raum als "dritten Pädagogen". "Ich bin gespannt, wie sich die drei Pädagogen hier an diesem Standort annähern."

Mit viel Dank verabschiedete sich auch Architekt Volker Swiatkowski von "seiner" Schule und den Menschen, mit denen er in den vergangenen fast vier Jahren in Lippstadt zusammengearbeitet hat. "Ich bin dankbar, dass wir dieses Projekt realisieren durften und stolz auf das Ergebnis", so Swiatkowski.

Eingerahmt wurde die Einweihungsfeier von musikalischen Beiträgen einzelner Schüler und der Schulband. Als Moderatoren führten Enno Mühlhoff und Felix Dedores mit Humor durchs Programm. Nicht nur Manfred Zingler musste schmunzeln, als die beiden Schüler ihn mit den Worten ankündigten: "Unsere Lehrer sind eigentlich genauso schlecht dran wie wir. Die werden nämlich auch kontrolliert - von der Schulaufsicht!"

Nach dem offiziellen Teil schloss sich für die Öffentlichkeit noch ein Tag der offenen Tür an, im Rahmen dessen Schüler der zehnten Klasse interessierten Besuchern ihre Schüler präsentierten - energetisches und pädagogisches Konzept inklusive.

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