Die Mischung macht's

Auch der frisch gekürte NRW-Meister im Poetry Slam ist am 23. November in Lippstadt dabei!

Lippstadt. 4 Männer und 2 Frauen treten am 23. November um 20 Uhr im Stadttheater Lippstadt beim 4. Poetry Slam in Lippstadt gegeneinander an.

Sehr unterschiedliche Charaktere werden auf der Bühne des Stadttheaters ihre eigenen Texte vortragen und sich der Benotung durch das Publikum stellen. Dies sind: Jean-Philippe Kindler, Armin Sengbusch, Anke Fuchs, Johannes Floehr, Sulaiman Masomi und Pauline Füg.

Mal lustig, mal lyrisch, mal ernst und auch mal ungewollt komisch. Am Ende zählt jedoch nur eins - der Applaus und die Bewertung der Zuschauer und der begehrte "Goldene Bernhard".

 

Auch am  23. November wird Marian Heuser das Publikum wieder zum Abstimmen auffordern. Denn beim Poetry-Slam vergeben die Zuschauer Punkte von 1 - 10 und bestimmen so den Gewinner des literarischen Wettstreits.

Ein Poetry-Slam ist somit kein Theaterabend des reinen Zuhörens. Es soll diskutiert, argumentiert und gepunktet werden, aber auch geklatscht, getrampelt und gejohlt.

 

Jean-Philippe Kindler aus Marburg ist 21 Jahre alt und der frisch gekürte NRW Meister im Poetry Slam. Kindler, der erst seit März 2016 auf Bühnen im gesamten deutschsprachigen Raum unterwegs ist, ist damit nun auch offiziell zum Shootingstar der deutschsprachigen Slamszene avanciert.

In seinen Texten verwebt er Lyrik, Rap, Kabarett und tiefe Emotionen untrennbar miteinander, untermalt von einer teilweise rasant vorgetragenen, einzigartigen Performance. Wenn er auf der Bühne steht bricht nicht selten ein Feuerwerk verschiedenster Stimmungen aus. "Ein junger Slammer wie aus dem Bilderbuch" (WDR).

 

Armin Sengbusch, alias Schriftstehler, beteiligt sich gern an Poetry Slams, oft sogar bekleidet und voller wirrer Gedanken. Er hat acht Bücher veröffentlicht, zwei CDs und einen Sohn. Ehrenamtlich arbeitet er als Auftragsmörder.

Er war Hamburger Meister, dreimal Vizemeister in Schleswig-Holstein und stand zweimal im Halbfinale der deutschsprachigen Poetry-Slam-Meisterschaften. Er schreibt sowohl ernst also auch lustig und ist einer der erfolgreichsten Slam-Poeten Norddeutschlands.

 

Anke Fuchs, Jahrgang 1973, lebt in Bonn. Seit 2006 nimmt sie - neben "klassischen" Lesungen - mehr und mehr an Poetry Slams teil, u.a. war sie von 2006 bis 2012 bei den deutschsprachigen Poetry Slam-Meisterschaften dabei, wo sie zwei Mal das Halbfinale erreichte. Sie ist Mitglied der Kölner Lesebühne "Ein Abend namens Gudrun", der Bonner Lesebühne "Ferkel im Wind" und im Team des "Reim in Flammen - der charmanteste Poetry Slam in Köln und  Gewinnerin zdf-kultur-Slam Oktober 2012.

 

Johannes Floehr aus Krefeld schreibt Kurzgeschichten, Prosa, Blödsinn, manchmal sogar Gedichte. Johannes Floehr ist ein ganz eigener Typ der sich dem sinnvollem Unsinn verschrien hat und damit äußerst erfolgreich ist. Der Jugendliteraturpreisträger des Heinrich-Heine-Instituts 2014, errang u.a. bei den NRW Meisterschaften 2016 den dritten Platz.

 

Sulaiman Masomi über sich selbst: "Irgendwann ging ich zu meinem ersten Poetry Slam, trug mich auf die offene Liste ein und gewann. Zum ersten Mal jubelten mir Menschen zu wenn ich was sagte und es wurde mir nicht wie sonst üblicherweise eine Tracht Prügel angedroht. Viele kamen zu mir nach meinen Auftritten zu mir und sagten oft so Dinge wie: "Diese Ironie in deinen Texten ist einfach nur saukomisch.". Ich fragte dann immer ganz ernst: "Welche Ironie?" Aber sie lachten dann immer nur und klopften mir augenzwinkernd auf die Schulter. Man kann wohl sagen, dass mein gesamter Erfolg auf der Bühne auf einem großen Missverständnis beruht. Alle denken ich meine es nicht so."

Geboren wurde er am 18.11.1979 in Kabul und ist u.a. Begründer der Lesebühne "Lyriker Lounge" in Paderborn, Mitbegründer der Lesebühne "LMBN" in Dortmund, NRW Landesmeister im Poetry Slam 2013, Finalist der deutschsprachigen Slammeisterschaften und Jurymitglied der Berliner Festspiele.

Er veröffentliche bisher: "Immer der Nase nach" Live CD, "Poetry Slam - eine orale Kultur zwischen Tradition und Moderne" wissenschaftliches Buch, "Eine Kanake sieht rot" Textesammlung.

 

Pauline Füg, Jahrgang 1983, ist  Bühnenpoetin, Autorin, Diplom-Psychologin. Sie ist seit Anfang der 2000-er in der Poetry Slam-Szene unterwegs und gehört zu den renommiertesten deutschsprachigen Bühnenpoetinnen. Pauline Füg veranstaltet Poetry Slams und Lesebühnen, gibt regelmäßig Schreib- und Poetry Slam-Workshops an Schulen.

 

Termin: Donnerstag, 23. November  2017, 20 Uhr

 

Ort: Stadttheater Lippstadt

 

Preise: ¤  14,- / ermäßigt: ¤ 7,- (Kinder, Schüler, Studenten)

 

Veranstalter: KWL Kultur und Werbung Lippstadt GmbH

Mit freundlicher Unterstützung der Sparkasse Lippstadt

 

Kartenverkauf: Kulturinformation Lippstadt im Rathaus, Lange Str. 14, 59555 Lippstadt, Tel. (0 29 41) 5 85 11, post@kulturinfo-lippstadt.de; Mo - Fr 10 - 18 Uhr, Sa 10 - 14 Uhr