Mathematik zum Anfassen

Ausstellung in der Galerie im Rathaus setzt auf Experimentierfreude der Besucher

Lippstadt. "Ah", "Oh" und "Ich hab?s!" - wer aktuell die Galerie im Rathaus besucht, wird diese Ausrufe wahrscheinlich vielfach hören oder sogar selbst von sich geben, denn die Ausstellung "Mathematik zum Anfassen" sorgt für Überraschungsmomente und Aha-Erlebnisse bei Menschen jeden Alters.

 

Am Dienstag wurde die Wanderausstellung des Mathematikums in Gießen offiziell eröffnet und vom stellvertretenden Bürgermeister Franz Gausemeier bis hin zu den Fünftklässlern des Ostendorf-Gymnasiums ließen sich alle Besucher der Ausstellungseröffnung sofort in den Bann der interaktiven Experimente ziehen. Puzzle legen, Brücken bauen, den kürzesten Weg über mehr als ein Dutzend deutscher Städte auf einer Landkarte finden oder sich selbst in eine überdimensionale Seifenhaut einschließen - die Möglichkeiten, sich über verschiedene Experimente einen Zugang zur ältesten Wissenschaft der Welt zu verschaffen, sind vielfältig in der Ausstellung.

 

"Ihr werdet sehen, dass es in dieser Mathematikausstellung nur ganz wenig um Zahlen geht", hatte Frank Osinski vom Jugend- und Familienbüro der Stadt Lippstadt den Fünftklässlern zu Beginn erklärt. Gemeinsam mit seiner Kollegin Christina Wulf hatte er die Schüler zunächst mit ein paar Tricks und kleinen Rätseln auf die Ausstellung eingestimmt. Die Schüler wiederum überraschten selbst die anwesenden Lehrer mit ihrer Begeisterung für das Fach Mathematik. Sämtliche Finger schnellten in die Höhe als es hieß: "Wer von Euch macht denn gern Mathe?"

 

Franz Gausemeier gab sich da etwas zurückhaltender. Er habe Mathe immer "ganz interessant" gefunden, erklärte der stellvertretende Bürgermeister mit einem Augenzwinkern. Begeistert zeigte er sich allerdings von der Ausstellung und dem Engagement der Beteiligten: "Der Stadt Lippstadt liegt die Wissensvermittlung am Herzen und dass eine solch spannende Ausstellung hier gezeigt werden kann, ist eine tolle Sache." Seinen besonderen Dank richtete er an die Dr.-Arnold-Hueck-Stiftung, durch deren finanzielles Engagement es möglich ist, dass der Eintritt in die Ausstellung frei ist.

 

Großes Engagement zeigt auch das Ostendorf-Gymnasium. Die Fachschaft Mathematik betreut gemeinsam mit dem Jugend- und Familienbüro der Stadt Lippstadt die Ausstellung. "Das ist eine Win-Win-Situation für uns", sagt Schulleiterin Gabriele Lütkehellweg über den positiven Effekt für ältere und jüngere Schüler gleichermaßen. Denn bis zum Ausstellungsende am 19. November werden Mathe-Leistungskurs-Schüler jüngere Schüler durch die Ausstellung begleiten und sicherlich auch die ein oder andere Hilfestellung beim Rätsellösen geben.

 

Zahlreiche Schulklassen haben sich bereits für die Ausstellung angemeldet, die dienstags bis freitags von 10 bis 13 Uhr und von 15 bis 17.30 Uhr besucht werden kann. Samstags und sonntags ist die Galerie im Rathaus von 10 bis 17.30 Uhr geöffnet. Der Eintritt in die Ausstellung ist frei. Die Ausstellung richtet sich an Jugendliche, Erwachsene und Familien mit Kindern ab acht Jahren. Gruppen und Schulklassen werden gebeten, sich telefonisch unter 02941/ 980-703 anzumelden.

 

"Wir freuen uns auf ganz viele experimentierfreudige große und kleine Besucher", so die Initiatoren und Unterstützer.

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