31.03.2009Lippstadt. Die Stadt Lippstadt wird in Zukunft bei ihrer Straßenbeleuchtung auf die sparsame LED-Technik setzen. Das hat der Stadtrat in seiner Sitzung am Montag, 30. März beschlossen. Gemeinsam mit der Hella KGaA Hueck & Co. wird die Stadt als Modellkommune die ersten Modelle einer neuen innovativen Straßenlaterne, die sich zurzeit in der Entwicklung befindet, noch in diesem Jahr installieren. Bereits im Mai soll eine erste Teststrecke am Hella-Werk 1 in Lippstadt mit den Prototypen der neuen LED-Leuchten ausgerüstet werden.
Von Seiten der Stadtverwaltung erhofft man sich durch die neue Technik Einsparungen sowohl beim Energieverbrauch als auch bei den langfristigen Kosten. Auch die laufenden Unterhaltungskosten sollen aufgrund der längeren Betriebszeiten und geringerer Wartungsintervalle der LED-Technik weitere Einsparungen bringen.
Für die Hella ist das Projekt ein neuer Vorstoß in den so genannten „Non-Automotive-Bereich“ und soll ein neues Kapitel in der langfristigen Strategie des Unternehmens eröffnen. Hierbei ist das Lippstädter Modell als lokales Referenzobjekt gedacht. Das „Know-how“ der Firma bei der Entwicklung von LED-Licht gerade im Automobilbereich bietet hierfür optimale Voraussetzungen.
Für beide Partner steht aber ebenso im Fokus, dass durch die Kooperation Lippstadt als Technologiestandort weiter gestärkt wird.
Bürgermeister Christof Sommer:„Mit dem Wechsel auf die innovative und energiesparende Beleuchtungstechnik kann Lippstadt auch als Vorbild für weitere Kommunen dienen. Dabei sind wir stolz, dass wir mit der Hella hier ein Lippstädter Unternehmen mit Weltruf im Bereich Beleuchtungstechnik als Partner haben. Dies zeigt auch die Verbundenheit von Stadt und Unternehmen, für die Zukunft Lippstadts zu planen.“
Hierzu erklärtDr. Jürgen Behrend, persönlich haftender, geschäftsführender Gesellschafter der Hella KGaA Hueck & Co.: „Gerade angesichts der aktuell sehr schwierigen Situation in der Automobil- und Zulieferindustrie ist es ein zukunftsweisender Schritt für uns, sich auf Basis vorhandener Produkte, Technologien, Prozesse und Vertriebsaktivitäten auch neuen Kundenzielgruppen zuzuwenden und damit die Geschäftsbasis des Unternehmens zu verbreitern. Mit der Stadt Lippstadt als Partner möchten wir hier einen Startpunkt in ein neues Feld setzen.“
Zur Umsetzung der Ziele haben Hella und Stadt eine gemeinsame Arbeitsgruppe gegründet, um die Bedürfnisse und Möglichkeiten auszuloten und die praktische Umsetzung des Projekts zu gewährleisten.
Insgesamt plant die Stadt in mehreren Schritten bis zum Jahr 2012 rund 700 Lampen auszutauschen. Noch in diesem Jahr sollen bis zu 180 neue Leuchten mit einem Investitionsvolumen von ca. 150.000 Euro die Stadt erhellen. Im ersten Schritt sollen insbesondere die alten, noch weit verbreiteten „Pilzleuchten“ ersetzt werden, die einen besonders schwachen Wirkungsgrad aufzeigen.
Parallel zur Entwicklung und Aufbau der neuen Straßenbeleuchtung hat sich die Stadt Lippstadt mit Unterstützung der Firma Hella KGaA Hueck & Co für den Bundeswettbewerb „Energieeffiziente Stadtbeleuchtung“ des Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU), der KfW Förderbank und des Umweltbundesamt (UBA) im Rahmen der Klimaschutzinitiative beworben. Bei dem Wettbewerb sind die Kommunen aufgefordert, Konzepte zur Erneuerung ihrer Stadtbeleuchtung vorzulegen. Die besten Konzepte werden ausgezeichnet und erhalten eine Investitionsförderung.