Hauptverkehrsstraßen der Innenstadt

Der geplante Ring um die Altstadt von Lippstadt herum wurde in der Vergangenheit durch den Bau der Udener Straße im Westen und der Dr. Wilhelm Röpke Straße im Norden begonnen. Die Bundesstraße 55, die Berliner Straße, bildet im Osten die Osttangente. Der Netzschluss durch die geplante Südtangente - den Konrad-Adenauer-Ring - steht bevor. Er soll südlich der Altstadt vor allem auch das Verkehrsnetz nach dem Bau der Bahnunterführungen wieder schließen, funktionstüchtig erhalten und eine Entlastung der südlichen Stadtquartiere von Durchgangsverkehren bewirken.

Dieser Übersichtsplan zeigt in einer älteren Darstellung - noch ohne das große Projekt am ehemaligen Güterbahnhof - die grobe Rahmenplanung um die Südtangente herum, zwischen der Stirper Straße und der Unionstraße. Am rechten Bildrand ist zu sehen, dass diese Straße nach Osten durch das Uniongelände zur Straße Roßfeld geführt werden soll. Dort wird der Verkehr direkt auf die in den letzten Jahren gebaute Auffahrt zur Bundesstraße 55 fahren können. Ein Teilstück dieser Südtangente, der Konrad-Adenauer-Ring östlich des Südertores bis zur Unionstraße, ist bereits fertig gestellt. Mit der Einweihung der neuen Unterführung 'Unionstraße' wird der Verkehr in und aus der Innenstadt die Barriere der Bahnlinie nicht mehr spüren.
Weitere Informationen zur Südtangente finden Sie z.B. in der Begründung zu dem Bebauungsplan Nr. 130 Südertor auf der Seite der rechtswirksamen Bebauungspläne

Auf diesem Ausschnit der Rahmenplanung können Sie erkennen, dass im Umfeld der südlichen Umflut - Teil der ehemaligen Befestigungsanlage - der historische Stadtgrundriss ein unverzichtbares Motiv für eine attraktive Entwicklung der innerstädtischen Freiräume darstellt. Parallel südlich der Bahnlinie zieht sich entlang der Umflut ein grünes Band von Westen nach Osten, das als Bindeglied zwischen dem Süden und der Altstadt durchaus in kleinen Abschnitten auch Räume zum Verweilen bieten soll.

Nördlich der Bahnlinie ist im Ansatz bereits die Führung der verlängerten Bahnhofstraße vom Bahnhofsvorplatz in westlicher Richtung, über die Flächen des ehemaligen Güterbahnhofes hinweg, zur Udener Straße zu erkennen. Die Unterführung 'Südertor' für Fußgänger und Radfahrer stellt auf dieser Skizze eine großzügige Verlängerung der Fußgängerzone aus nördlicher Richtung zu den beiden Geschäftshäusern südlich der Bahnlinie her (das westliche Gebäude mit dem Multiplexkino ist bereits errichtet während das östliche Gebäude derzeit geplant wird).

Der Konrad-Adenauer-Ring soll zukünftig durch das Uniongelände hindurchgeführt werden, um einen Netzschluss zur Straße Roßfeld und zur Bundesstraße 55 herzustellen. Zugleich soll durch diese Straße eine Erschließungsachse im Uniongelände neu entstehen, die zukünftig eine kleinteilige und innovative Nutzung des Geländes ermöglicht. Die Nähe zur Innenstadt, zu den Wohngebieten und die gute Erreichbarkeit aus allen Richtungen einschließlich der Anbindung an den Bahnhof sprechen für eine langfristige interessante Entwicklung des Areals. Entlang der Weihe ist in diesem Zusammenhang eine Fuß- und Radwegverbindung nach Süden geplant, die eine erholsame Strecke aus der Innenstadt heraus in den Weihewinkel und weiter in die Feldflur von Rixbeck verspricht. Im Rahmen der mittelfristigen Planung ist der Bau einer Fußgänger- und Radfahrerunterführung im Zuge der Weißenburger Straße und die Schließung des Bahnüberganges für den Kraftfahrzeugverkehr vorgesehen.

Auf dem Übersichtsplan ist der neue Anschluss der Straße Roßfeld an die Bundesstraße 55 dargestellt. Dieser erst kürzlich fertiggestellte Anschluss bietet nach der Schließung des Bahnüberganges Alpenstraße im Stadtteil Rixbeck größeren Fahrzeugen die Möglichkeit, über die B55 die Ziele in der Innenstadt anzufahren.

Die geplante verlängerte Bahnhofstraße soll die Einmündung der Udener Straße/Klosterstraße über das Gelände des ehemaligen Güterbahnhofes mit der Cappelstraße und der heutigen Bahnhofstraße verbinden und in beiden Richtungen zu befahren sein. Rein funktional gesehen ist sie eine Ergänzung bzw. Teil der oben in Bildern dargestellten Südtangente. Sie ist nur notwendig, weil die Bahnlinie die Altstadt vom Süden trennt.
Das hier dargestellte ältere Baukonzept ist insofern interessant, als es - wie auch die neuen Pläne zur Entwicklung des Einkaufszentrums - neue Baublöcke mit Kanten vorsah, die sich auch an der südlich gelegenen Straße ausrichteten. Wie damals ist auch heute der Abriss des Güterschuppens vorgesehen und eine Erneuerung der Bebauung.

Während früher, ohne konkrete Investitionsvorhaben, eine kleinteiligere Bebauung insbesondere auch im Bereich südlich der Hospitalstraße als Angebotsplanung vorgezeichnet wurde, bietet nun der konkrete Investorenvorschlag zum Neubau eines Einkaufszentrums 'Neues Einkaufen in der südlichen Altstadt' bauliche Lösungen, die eine Anpassung der Planung im Detail erfordern.
Siehe hierzu auch die Infos im Kasten rechts "Themen des Handels".