Geführte Radrouten, Thema: Schlösser und Burgruinen, Länge: ca. 38 km

1. Burgruine Lipperode

Ehemalige Lippische Wasserburg am Lippeübergang, 1248 urkundlich erwähnt. Ende des 13. Jahrhunderts nach Verfall wieder aufgebaut; 1616 Schleifung der neuen Festung, da Unterhalt einer ausreichenden Besatzung die Kräfte des Landes Lippe überstieg. Mauerreste, Wassergräben und Wallstücke erhalten.Der Festungsstern wurde in den Jahren 1986 bis 1990 restauriert und zum Teil wieder mit Wall und Graben versehen.

2.Schloss Schwarzenraben

Barockes Wasserschloss mit Ahorn- und Ulmenallee mit beiderseits langgestreckten Wirtschaftsgebäuden mit Eckpavillons und Mansarddächern (Johann Leonhard Mauritz Gröninger aus Münster), Gräftenbrücke mit gut erhaltenem Zugbrückenteil und Schlossinseln; Herrenhaus 1765 bis 1768 durch Johann Matthias Kitz aus Arolsen erbaut, hufeisenförmig mit kurzen Seitenflügeln an drei Seiten aus dem Wasser aufsteigend; Putzbau, durch Simsbänder und Werkstein-Ecklisenen gegliedert, zur Vorder- und Gartenseite je ein vorschwingender Mittelrisalit mit Vestibül und Gartensaal; Mansarddach 1935 nach einem Brand verändert.Im parkähnlichen Garten gibt es eine figurengeschmückte, kulissenartige Orangerie (nach Entwurf von Kitz) .

3. Schloss Herringhausen

Barockes Wasserschloss. 1720 bis 1730 durch Justus Wehmer aus Hildesheim erbaut, zweigeschossiges Herrenhaus mit Mansarddach, übergiebelten Mittelrisaliten und doppelläufiger Freitreppe. Symmetrisch angeordnete Nebengebäude mit Mansarddächern, zum Teil im 19. Jahrhundert verändert, im Osten Torhaus (Rentei), im Süden vorgelagert zwei kleine Pavillons.

4. Schloss Hellinghausen

Eine von Gräften umgebene rechteckige Inselanlage. Das zweiflügelige Herrenhaus aus der Barockzeit wurde 1848 abgetragen. Erhalten ist das Torhaus (1705) und der Ökonomieflügel aus Fachwerk, am Innentor datiert auf 23.09.1705.

5. Ehemaliges Schloss Oberhellinghausen

Das Herrenhaus in Oberhellinghausen wurde schon Ende des 18. Jahrhunderts abgetragen. Erhalten sind nur die tiefen Gräften.

6. Schloss Overhagen

Wasserschloss auf zwei Inseln, 1619 vermutlich durch Laurenz von Brachum d.J. an Stelle einer alten Wehranlage erbaut; Herrenhaus als verputzter Bruchsteinbau mit an der Hofseite plastisch aufgelegten geometrischen Backsteinmustern von Bändern, Quadraten und Kreisen in den Farben rot und gelb unter Verwendung von Rüthener Grünsandstein (1964 renoviert).In den geometrischen Mustern sind figurative Sandsteine vermauert, die eine Vielzahl von fratzenhaft oder porträtähnlich wirkenden Gesichtern und Tierköpfen aufweisen.An Hof- und Wasserseite - diagonal angeordnet - je ein wuchtiger Eckturm mit hoher, dreifach gestufter Barockhaube. Portalrisalit 1735 bei innerem Umbau entstanden; der Renaissancegiebel stammt aus dem 19. Jahrhundert. Breite Gräften umgeben und trennen Vor- und Hauptburg, deren Höfe durch eine kunstvolle Brücke verbunden sind. Der Mitteltrakt der hufeisenförmig angeordneten Untergebäude der Vorburg wurde im 18. Jahrhundert abgebrochen.

7. Altes Lager (Hünenburg), Bad Waldliesborn

Es handelt sich um eine Wallburg, die aufgrund einer kleinen Ausgrabung im Jahre 1964 der 1. Hälfte des 9. Jahrhunderts zugewiesen werden kann. Im Innenraum ist mit einer Besiedlung zu rechnen, von der 1 Hausgrundriss bereits erfasst werden konnte.Bei den Wallburgen der karolingischen und ottonischen Zeit handelt es sich um Burgen, die in den Kriegen zwischen Franken und Sachsen um 800 und wegen der äußeren Bedrohung des Reiches im 9. und 10. Jahrhundert entstanden sind.Diese sind für die weitere Entwicklung dieses Raumes und damit auch für die hier wohnenden Menschen von großer Bedeutung gewesen. Für eine Erhaltung sprechen wissenschaftliche Gründe, da nur durch eine evtl. Ausgrabung neue historische Quellen erschlossen werden können, die auf einem anderen Wege nicht zu erhalten sind.
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