Altlastverdachtsflächenkataster

Die städtische Fachstelle für Altlastenbearbeitung hat in Zusammenarbeit mit der Unteren Abfallwirtschaftsbehörde des Kreises Soest umfassende Erhebungen zu Altlastverdachtsflächen durchgeführt. Durch kontinuierliche Recherche in Bauakten, Auswertung von Luftbildern und Unterlagen des Stadtarchivs sowie zahlreichen Hinweisen aus der Bevölkerung wurden bisher 170 Altlastverdachtsflächen im Stadtgebiet Lippstadt erfasst. Die Ergebnisse dieser Recherchen sind in einer Altlastverdachtsflächenkarte dokumentiert worden. In die Karte wurden Flächen aufgenommen, von denen vermutet wird und von den nachgewiesen ist, dass eine schädliche Bodenverunreinigung vorliegt.

Die auch digital vorliegende Karte ist mit einer Datenbank verknüpft, in der Informationen über Lage, Größe, Nutzung, Eigentumsverhältnisse, Art der Belastung, bereits durchgeführte Untersuchungen oder Sanierungen und die Bewertung des Gefährdungspotentials der erfassten Altastverdachtsflächen enthalten sind. Karte und Datenbank werden ständig aktualisiert.

Zu beachten ist, dass nicht jede ins Altlastverdachtsflächenkataster aufgenommene Fläche automatisch eine "gefährliche Altlast" ist.  Vielmehr ist dieses Merkmal Anlass, zunächst weitere Informationen zu sammeln und bei allen geplanten Nutzungsänderungen zu prüfen, ob die Nutzungen beeinträchtigt werden und ob ggf. physikalisch-chemische Untergrunduntersuchungen erforderlich sind.

Allgemeine Auskünfte aus dem Altlastverdachtsflächenkataster (ungefähre Lage einer Fläche und Art der Belastung) werden in der Regel jedem Bürger erteilt. Im Einzelfall, z. B. bei detaillierten Anfragen kann es jedoch aus Datenschutzgründen erforderlich sein, dass eine Einverständniserklärung des Eigentümers vorliegt. Andererseits sollten sich auch Bürger/innen mit der Behörde in Verbindung setzen, die über neue Kenntnisse zu möglichen Altlastverdachtsflächen verfügen.