Hilfe bei Vergiftung

Was ist bei einem Vergiftungsverdacht zu tun?

Kommt es dazu, dass Pflanzenteile in den Mund genommen oder geschluckt werden, von denen Sie nicht mit Bestimmheit sagen können, dass sie ungiftig sind, müssen folgende Schritte unternommen werden:

Rufen Sie sofort in einer Giftinformationszentrale an (GIZ) zum Beispiel:

Bonn: Informationszentrale gegen Vergiftungen, Zentrum für Kinderheilkunde der Universität Bonn,
Adenauer Allee 119, 53113 Bonn
Tel: 0228/287-19240

Göttingen: Giftinformationszentrum-Nord, Pharmakologisch-toxikologisches Servicezentrum, Universität Göttingen,
Robert-Koch-Straße 40, 37075 Göttingen
Tel: 0551/19240

Schildern Sie gegenüber der Giftinformationszentrale möglichst genau:

  • Die  Symptome 
  • Welche Pflanze vermutlich, in welcher Menge, wann aufgenommen wurde
  • Notieren Sie die Aussagen des Giftinformationszentrums für den Arzt
  • Folgen Sie den Empfehlungen des Giftinformationszentrums 
  • Suchen Sie ggfs. einen Arzt oder eine Klinik auf
  • Geben Sie die erhaltenen Informationen an den Arzt weiter
  • Bringen Sie, wenn möglich, die giftige Pflanze mit
  • Sehen Sie von vorschnellen Rettungsmaßnahmen ohne medizinischen Rat ab. Die Mehrzahl der Fälle verläuft harmlos. Zu Vergiftungen kommt es nur, wenn die Wirkstoffe in ausreichend hoher Dosis eingenommen wurden. Häufig hilft sich der Körper mit Erbrechen.

Zeichnet sich ein Notfall ab und ärztliche Hilfe ist nicht schnell genug erreichbar:

  • Lassen Sie die entsprechende Person ein bis zwei Gläser lauwarmes Wasser trinken (niemals Salzwasser oder Milch)
  • Legen Sie Kinder mit dem Bauch auf Ihre Oberschenkel, so dass der Kopf des Kindes leicht nach unten hängt (stabile Seitenlage bei Erwachsenen)
  • Stecken Sie einen Finger tief in den Hals und drücken Sie Sie kräfig auf den Zungengrund bis es zum Erbrechen kommt