Radverkehr, Radverkehrsplan, Radverkehrskonzept, Kaulen

Radverkehrskonzept

Auf Grund festgestellter Mängel im Radverkehrsnetz werden im Radverkehrskonzept grundsätzliche Lösungsmöglichkeiten aufgezeigt. Diese unterscheiden sich in 6 Kategorien, die auf der Grundlage der Rahmenbedingungen theoretisch möglich wären. Darüber hinaus werden in einer Prioritätenliste weitergehende Handlungsempfehlungen in Form sogenannter "Sofortmaßnahmen" aufgeführt. Bei den "Sofortmaßnahmen" handelt es sich um Strecken im Radwegenetz mit hohem Handlungsbedarf. Dies sind vor allem Strecken mit vermehrten Unfällen oder Schulwege. Die Prioritätenliste definiert, welche Routen des ausgearbeiteten Netzes und welche Abschnitte innerhalb der Routen vorrangig zu bearbeiten sind. Die Prioritätensetzung enthält noch keine Aussagen über die zeitliche Umsetzung der Maßnahmen. Auf Grund verschiedenster Rahmenbedingungen, so auch der finanziellen Auswirkungen, ist das Radverkehrsnetz kontinuierlich weiter zu entwickeln. Bei vielen Einzelprojekten aus der Prioritätenliste müssen weitere Detailuntersuchungen erfolgen, bevor eine abschließende Beschlussfassung über die Umsetzung in den politischen Gremien erfolgen kann. Hier ist im weiteren Verfahren auch eine intensive Beteiligung der Anlieger erforderlich. Sollten die Ergebnisse der weiteren Untersuchungen zum Ergebnis haben, dass die Netzplanung zu überdenken bzw. zu überarbeiten ist, ist eine entsprechende Beratung im Stadtentwicklungsausschuss erforderlich. Da die im Radverkehrsplan vorgesehenen Maßnahmen für die Altstadt somit im direkten Zusammenhang mit den weiteren Schritten der Verkehrsentwicklungsplanung stehen, kann über deren Umsetzung nur auf Grundlage einer eigenständigen Gesamtplanung ("Mobilitätskonzept") für den Altstadtbereich entschieden werden. Bereits mit dem "Integrierten Handlungskonzept Altstadt" wurde beschlossen, ein Verkehrskonzept für die Altstadt auszuarbeiten. Neben den zuvor benannten "Sofortmaßnahmen" werden in einem mittel- bis langfristig umsetzbaren Netzplan Streckenabschnitte mit nachrangigem Handlungsbedarf benannt. Dies sind hauptsächlich Strecken von untergeordneter Netzbedeutung. Hier ist aber vielfach keine bzw. nur eine mangelhafte Sicherung des Radverkehrs vorhanden. Ziel ist es, die "Sofortmaßnahmen" sukzessiv umzusetzen.

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