Streaming - Ein Tipp für Musikfans

Alle Musik jetzt im Internet

So genannte „Streaming-Dienste" im Internet ermöglichen es, auf riesige Musik-Archive zuzugreifen. Ganz aktuell hat der Streaming-Dienst „spotify" seine deutsche Seite veröffentlicht. Spotify ist in anderen Ländern schon länger eine sehr bekannte Homepage. Schon seit einiger Zeit gibt es in Deutschland „simfy", bisher der Streaming-Dienst mit den meisten Musiktiteln. Weitere solcher Musik-Seiten heißen z. B. "rara", "juke", "rdio", "rhapsody" oder "Deezer".

 

Auf diesen Internet-Seiten stehen jeweils zwischen 5 und16 Millionen Musiktitel bereit, die angehört werden können. Wohlgemerkt „angehört", nicht gekauft und auch nicht runtergeladen.

 

Fast alle CDs, die neu erscheinen werden dort veröffentlicht, d. h., die großen Musik-Verlage (major-label) stellen die Musik zur Verfügung. Man muss also nicht mehr alle Musik besitzen, wenn man sie einfach nur hören möchte.

 

Ganz umsonst ist der Spaß aber nicht, schließlich müssen die Dienste Lizenz-Gebühren an die Künstler bezahlen.

Bei simfy zahlt man 4,99 Euro für ein Monatsabo, mit dem man alle Titel hören kann. Wenn man sich anmeldet und eine kostenlose Nutzung wünscht, geht dies auch, ist aber nach einer Testphase dann auf fünf Stunden im Monat beschränkt, außerdem gibt es kleine Werbeunterbrechungen. Um mal eben das neue Album von Rihanna legal zu hören, ist diese Möglichkeit aber gut geeignet.

Vorsicht bei Probe-Abos, die gehen manchmal automatisch  in einen festen Vertrag über.

Bei spotify muss man sich ebenfalls anmelden und kann dann zwischen einem kosten-pflichtigen Monats-Abo oder kostenlosem Hören von 10 Stunden mit Werbeunterbrechungen wählen. Außerdem benötigt man einen Facebook-Account, was aber nicht jedem gefällt.

 

Diese Streaming-Dienste sind praktisch und sehr einfach zu nutzen. Allerdings gab es schon  Kritik von den Musikern, die mit dem Verkauf einer CD viel mehr Geld erhalten als von den Streaming-Diensten. Da immer weniger CDs verkauft werden, können viele Musiker und Bands nicht mehr von ihrer Kunst leben, wenn sie nicht sehr bekannt sind. So haben in der Vergangenheit schon öfter Musiker und Bands ihre neuen Platten völlig umsonst ins Internet gestellt.

 

Während die Streaming-Dienste völlig legal sind, ist das kostenlose downloaden von Musikstücken von den vielen so genannten „Tauschbörsen" (Filesharing) rechtlich sehr bedenklich und es besteht immer die Gefahr, deswegen angeklagt zu werden, weil man so genannte "Urheberrechte" verletzt. Der Musiker ist z. B. ein solcher Urheber.

 

Die Nutzer solcher Börsen vergessen leider immer, dass jeder Internetanschluss eine eindeutige Adresse besitzt (IP-Adresse), die von der Polizei oder im Rahmen einer staatsanwaltlichen Ermittlung sehr leicht herausgefunden werden kann.