Die Erfindung des Skateboards

Jeder Jugendliche kennt Skateboardfahren. Die einen mögen es nicht besonders, andere stehen in ihrer Freizeit täglich auf dem Brett, um die vielfältigen Tricks zu üben, die im Laufe der Jahre erfunden wurden. Auch in Lippstadt gibt es eine Skateboardszene, die sich am Jahnplatz, im Wohnpark-Süd oder auf anderen öffentlichen Plätzen trifft.

Kaum einer weiß allerdings, wer das Skateboard eigentlich erfunden hat.

 

Im Prinzip ist auch kein Erfinder bekannt, der einen Namen hätte. Vielmehr hat es Ende der 50er Jahre in Kalifornien eine Gruppe junger Surfer gegeben, die ihren Sport auch bei schlechtem Wetter ausüben wollte. Zu Beginn haben sie aus diesem Grund einfach ein paar Rollschuhe unter ein schmales Brett genagelt und sind damit auf der Straße (vorzugsweise den Berg hinunter) gefahren. Dieses schrille Hobby einer ganz kleinen Gruppe fand immer mehr Beachtung und die Bretter wurden mit viele Liebe selber hergestellt.

Irgendwann kam dann jemand auf die Idee, einen leeren amerikanischen Pool zum fahren zu nutzen. Diese Pools haben keine rechtwinkligen Ecken wie in Deutschland, sondern der Boden geht mit einer Rundung in die Seitenwände über. So wurde das "Pool- oder auch Bowl-Skaten" erfunden und damit der Vorläufer der "Halfpipe".

 

Bowl-skaten
Bowl-skaten

Seit Mitte der 60er Jahre gab es in den USA dann auch Skateboards in Läden zu kaufen. Ein gewisser Tony Alva ist als erster Skateboard-Meister in den USA überliefert. Allerdings flaute die Begeisterung dann schnell wieder ab und andere Sportarten standen im Vordergrund des Interesses.

Irgendwann hat ein Tüftler dann die Rollen weiter innen am Brett platziert und sogenannte "Kicktails" als Überstände geschaffen. Auch das System der Achsenführung wurde verändert. Hiermit konnten nun zahlreiche Tricks und Sprünge durchgeführt werden. Der bekannteste Grundsprung, der "Ollie" geht auf einen Fahrer namens Allen Ollie Gelfand zurück.

 

In Deutschland gab es in den 80er Jahren eine große Skateboard-Welle mit sehr vielen Fahrern. Diese ebbte in den 90er Jahren deutlich ab, ohne ganz zu sterben. Seit Anfang 2000 gibt es aber wieder eine recht große Szene, die hauptsächlich von Jungen beherrscht wird, wobei immer wieder auch begeisterte Mädchen zu beobachten sind.

 

Seit ca. eineinhalb Jahren ist mit dem so genannten "Waveboard" ein neues Brett popuär geworden, aber es bleibt abzuwarten, ob es sich neben dem Skateboard mit seiner langen Tradition behaupten können wird.